Bauernbund fordert Aus für Sojawürste und Tofugulasch

16. Juni 2017, 15:55
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Für Fleischimitate soll dasselbe gelten wie für rein pflanzliche Produkte, die nicht mehr Milch und Butter heißen dürfen

Wien – Nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), derzufolge rein pflanzliche Produkte nicht mehr unter der Bezeichnung Milch, Butter, Käse oder Joghurt angeboten werden dürfen, fordert der Bauernbund dasselbe für Fleischimitate. "Wozu sollte eine Soja-Rolle 'Wurst' heißen oder ein Tofu-Mischmasch 'Gulasch'?", fragte sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer am Freitag.

Auer trat in einer Presseaussendung mit Nachdruck für ein Aus von Sojawürsten und Tofugulasch ein, weil seiner Ansicht nach ansonsten eine Verwechslungsgefahr besteht. Auf den Packungen für die fleischlosen Produkte muss zwar ein deutlicher Hinweis wie "fleischlos" oder "vegetarisch" angebracht werden, "aber das Produkt suggeriert in Farbe, Form und im Wortlaut ein Fleischprodukt.

Zusatzhinweise können Verbraucher beim Einkaufen schnell übersehen", gab Auer zu bedenken. Deswegen sei es "an der Zeit, dass es auch hier eine eindeutige Kennzeichnung gibt". (APA, 16.62017)

  • Die Debatte rund um die Bezeichnung von rein pflanzlichen Produkten geht weiter. Nun mischt sich der Bauernbund ein.
    foto: ap/matthew mead

    Die Debatte rund um die Bezeichnung von rein pflanzlichen Produkten geht weiter. Nun mischt sich der Bauernbund ein.

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