Ford Edge Vignale: Koloss von Ontario

    28. Juni 2017, 12:56
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    Mit der Luxusausstattungslinie Vignale will der Ford Edge auch den großen Premium-SUVs ans Leder

    Wien/Burgenland – Dieser Wagen ist kein Hiesiger, das erkennt man schon daran, dass ihm der Parkplatz so eng anliegt, dass man die Türen kaum noch aufbekommt, wenn auch die Stellplätze daneben besucht sind.

    foto: guido gluschitsch
    Der Ford Edge, hier in der Edelausstattung Vignale, ist ein echter Amerikaner, nicht nur was seine Größe angeht. Am angenehmsten und sparsamsten fährt er sich bei "roundabout" 100 km/h.

    Der Ford Edge ist ein Amerikaner durch und durch – abgesehen davon, dass unser Testwagen von einem Dieselmotor angetrieben wird. Aber wenn es darum geht, die stattliche Leistung von über 200 PS unaufgeregt darzubieten, dann sind wir auf einmal doch wieder ganz auf der amerikanischen Seite.

    foto: guido gluschitsch

    Die schiere Größe hat also ihre Nachteile, wie die Enge am Parkplatz oder die Leistungsvernichtung. Umso erstaunlicher war es dann, dass wir ganz ohne Schongang kaum mehr als acht Liter auf 100 Kilometer brauchten.

    foto: guido gluschitsch

    Die schiere Größe hat aber auch ihre Vorteile. Das sind gar nicht so wenige und auch welche, an die man sich leider sehr schnell gewöhnt, wie das reichliche Platzangebot, ganz egal ob man vorne sitzt, in der zweiten Reihe oder als Mountainbike samt Wocheneinkauf im Kofferraum reist.

    foto: guido gluschitsch

    Dazu passen dann auch das Fahrwerk und die Lenkung, die an sich für einen Ford schon ungewöhnlich bieder sind. Ungewöhnlich nobel ist die Ausstattung Vignale. Damit will Ford am Stil der Oberklasse kratzen – bis dahin muss dann aber doch noch an der Materialanmutung gearbeitet werden. Ganz anders verhält es sich mit dem Licht. Das macht die Nacht zum Tag, ohne anscheinend jemanden zu blenden. Hervorragend. Da könnte man sogar bluesbrüderlich die Sonnenbrillen rund um die Uhr tragen. (Guido Gluschitsch, 28.6.2017)

    foto: guido gluschitsch

    ZWEITE MEINUNG

    Der Edge ist der amerikanischste SUV, den Ford in Europa im Programm hat. Wenn da wer Feuer fängt, kann er sich ja in Richtung Grauimport-F150 weiterhanteln. Die sachlich-nüchterne Außenerscheinung des großen SUVs gefällt auch in unseren Breiten. Beim Fahrwerk sollte man aber wissen, worauf man sich einlässt – man schwimmt da ziemlich: Anders als der kleinere Kuga ist das ein typischer Ami-Cruiser. (stock)

    foto: guido gluschitsch

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    Ford

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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