Acht Tote bei Explosion vor Kindergarten in China

16. Juni 2017, 05:38
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Weitere 65 Menschen wurden verletzt – Auch mutmaßlicher Bombenleger getötet

Peking – Bei einer tödlichen Explosion vor einem Kindergarten in China ist der mutmaßliche Bombenleger nach Behördenangaben ebenfalls gestorben. Insgesamt kamen acht Menschen ums Leben, 65 wurden verletzt.

Die Stadtverwaltung von Xuzhou in der ostchinesischen Provinz Jiangsu berichtete am Freitag, bei dem 22-jährigen Bombenleger zuhause sei Material zum Bau von Sprengsätzen gefunden worden. An die Wände habe er "Tod" und "Töten" geschrieben.

Das Motiv für die Tat blieb unklar. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass der junge Mann wegen einer Krankheit des Nervensystems frühzeitig die Schule abbrechen musste. Stattdessen fing er an zu arbeiten. Die Explosion ereignete sich am Donnerstagnachmittag am Eingang des Chuangxin Kindergartens im Kreis Fengxian, als die Eltern auf ihre Kinder warteten. Unter den Opfern sind acht Schwerverletzte, von denen nur vier am Freitag in einem stabilen Zustand waren.

Laut Stadtverwaltung keine Kinder unter den Opfern

Die Betreuung in dem Kindergarten sei noch nicht zu Ende gewesen, so dass keine Kinder und Lehrer der Tagesstätte selbst unter den Opfern gewesen seien, hob die Stadtverwaltung hervor. In Videos im Internet waren allerdings auch blutende Kinder zu sehen.

Augenzeugen hatten zunächst spekuliert, dass vielleicht eine Gasflasche an einem Essenstand an der Straße explodiert sei. Was letztendlich detoniert ist und wie der Sprengsatz gebaut war, blieb aber auch nach den jüngsten Berichten über die Ermittlungen unklar.

Wiederholt Angriffe auf Kindergärten

Angriffe auf Kindergärten hat es in der Vergangenheit in China schon mehrfach gegeben, meist von Angreifern, die psychologische Probleme hatten oder Vergeltung üben wollten. Erst vergangenen Monat hatte ein Fahrer nach Behördenangaben einen Kindergartenbus der internationalen Schule in der ostchinesischen Stadt Weihai mit Benzin in Brand gesetzt. Dabei kamen elf Kinder chinesischer und südkoreanischer Herkunft ums Leben. Der Fahrer soll verärgert gewesen sein, dass sein Gehalt gekürzt worden sei, hieß es. Er kam bei dem Brand in einem Tunnel selbst ums Leben.

Das Bildungsministerium verbreitete als Reaktion auf die Explosion in Xuzhou eine Anweisung, die Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen an Schulen und Kindergärten landesweit zu verschärfen. (APA, 16.6.2017)

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    foto: reuters/xinhua
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