Terroralarm bei "Rock am Ring" geht auf Schreibfehler zurück

14. Juni 2017, 13:08
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LKA-Präsident fordert künftig frühzeitig Personaldokumente von Festival-Mitarbeitern

Mainz – Der Terroralarm beim deutschen Musikfestival "Rock am Ring" geht laut dem Landeskriminalamt (LKA) von Rheinland-Pfalz auf Schreibfehler bei den Namen der zwei in Verdacht geratenen Aufbauhelfer zurück. "Die Namen der Verdächtigen waren falsch geschrieben, wiesen aber eine phonetische Ähnlichkeit mit den realen Schreibweisen auf", sagte LKA-Präsident Johannes Kunz der "Allgemeinen Zeitung" in Mainz.

Um eine solche Panne zu verhindern, will Kunz in Zukunft frühzeitig Personaldokumente vorgelegt bekommen. Die Veranstalter müssten auch schon im Vorfeld einer Veranstaltung Ersatzleute benennen, die ebenfalls überprüft werden könnten. "Als problematisch erwiesen hat sich jedenfalls, dass uns Namen von Logistikmitarbeitern nicht in der korrekten Schreibweise übermittelt worden sind.".

90.000 Menschen mussten Gelände verlassen

Das Festival war am Pfingstwochenende wegen einer terroristischen Gefährdungslage unterbrochen worden. Knapp 90.000 Menschen mussten das Gelände am Nürburgring verlassen. Die beiden unter Verdacht stehenden Aufbauhelfer hatten Bändchen mit einem uneingeschränkten Zugang zum Festivalgelände, ihre Namen passten aber nicht zu den vom Veranstalter für die Behörden aufgelisteten Personal. Es stellte sich Medienberichten zufolge heraus, dass die Männer kurzfristig von einem zur Aushilfe eingesetzten Subunternehmer geschickt worden waren. (APA, 14.6.2017)

  • Das Areal von Rock am Ring musste zwischenzeitlich geräumt werden.
    foto: thomas frey/dpa via ap

    Das Areal von Rock am Ring musste zwischenzeitlich geräumt werden.

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