"Osteuropa brummt" – und die Wiener Börse stimmt mit ein

14. Juni 2017, 12:47
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Wiener Privatbank optimistisch für österreichische Aktien: Anstieg der Unternehmensgewinne im europäischen Spitzenfeld

Wien – Eine Sonderkonjunktur für österreichische Aktien erwartet die Wiener Privatbank. Warum, erklärt Chief Investment Officer Wolfgang Matejka: "In Osteuropa brummt es – und das nicht seit gestern, sondern seit drei Jahren." Dies sei in den meisten Köpfen noch nicht vangekommen, sehr wohl aber in den Bilanzen der immer noch osteuropalastigen ATX-Firmen. Neun Prozent Ertragswachstum werden heuer erwartet, im nächsten Jahr sollen weitere zehn Prozent dazukommen. "Das Gewinnmomentum ist besser als erwartet und im europäischen Spitzenfeld", betont Matejka. Daher hält er den Markt trotz des Anstiegs des ATX um ein Fünftel seit Jahresbeginn für nicht teuer.

Als aussichtsreich stuft Matejka die Bautitel Strabag und Porr sowie Erste Group und RBI ein, da Banken vom beginnenden Trend zur Deregulierung zusätzlich profitieren könnten. Unter den Industriewerten bevorzugt er kleinere Vertreter der zweiten Reihe wie Palfinger, Rosenbauer oder Polytech. Günstig bewertet seien auch Immofirmen, allen voran Immofinanz. Wo die Entwicklung hinführt? Auf 3339,18 ATX-Punkte bis Jahresende, sagt Matejka augenzwinkernd. (aha, 14.6.2017)

  • Die Wiener Privatbank erwartet eine Sonderkonjunktur für österreichische Aktien.
    foto: akos stiller

    Die Wiener Privatbank erwartet eine Sonderkonjunktur für österreichische Aktien.

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