"W:orte" der Lyrik

    12. Juni 2017, 17:15
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    In Innsbruck beginnt am Mittwoch das Literaturfestival, das neben Lyrik auch Verschränkungen mit der Musik bietet

    Innsbruck – Das Lyrikfestival W:orte präsentiert in den kommenden Tagen an mehreren Orten eine Werkschau deutschsprachiger Poesie. Dutzende Poetinnen und Poeten werden nach Innsbruck gebeten, um Kostproben aus ihrem Werk zu lesen. Worte des Auftakts fallen morgen, Mittwoch, um 19.00 Uhr im Literaturhaus am Inn.

    Neben Nico Bleutge, der für seine Lyrik den Erich-Fried-Preis und für seine Literaturkritiken den Alfred-Kerr-Preis erhielt, und Thomas Kunst, der sich auch intensiv mit improvisierter Musik befasst, wird Safiye Can zu Wort kommen.

    Die deutsche Gastarbeitertochter entstammt dem kaukasischen Volk der Tscherkessen, sie spricht in ihrem Elternhaus Türkisch und hat Deutsch erst an der Schule gelernt. Vergangenes Jahr wurde ihr Debüt Rose und Nachtigall mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis geehrt. Mit ihren sprachlich reduzierten, gesellschaftspolitisch relevanten Gedichten, schlägt Can Brücken zu ihren orientalischen Wurzeln.

    Merz, Schrott und Travnicek

    Am Freitag wird in der Buchhandlung Wagnersche auch der Schweizer Autor Klaus Merz seinen Gedichtband Helios Transport zur Hand nehmen. Leseort für Markus Bundi, Birgit Müller-Wieland und Ralf Schlatter ist am Samstagnachmittag die Buchhandlung Haymon.

    Das Format "Klangsprachen" verschränkt am Samstagabend (20.15 Uhr) Literatur mit Musik. Raoul Schrotts Gedichte aus dem Band Die Kunst an nichts zu glauben waren Inspiration für Kompositionen, die im ORF Tirol zur Uraufführung kommen.

    Abschließende lyrische Worte im Literaturhaus am Inn finden am Mittwoch (21. 6.) zwei Österreicherinnen. Cornelia Travnicek liest Auszüge aus ihrem Band Parablüh und Lydia Steinbacher aus Im Grunde sind wir sehr verschieden. (Dorothea Nikolussi-Salzer, 13.6.2017)

    14.-21. Juni

    www.wagnersche.at

    • Cornelia Travnicek liest beim Innsbrucker  Lyrikfestival "W:orte".
      foto: picturedesk

      Cornelia Travnicek liest beim Innsbrucker Lyrikfestival "W:orte".

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