Verlesung von Mays Regierungserklärung durch Queen verschoben

12. Juni 2017, 14:14
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"Queen's Speech" erst nach dem 19. Juni, an dem auch die Brexit-Gespräche stattfinden sollten

London – Die britische Regierung verschiebt einem Bericht der BBC zufolge die Verlesung des Regierungsprogramms durch die Queen. Statt am 19. Juni werde dies wegen der Unruhe nach der Wahlschlappe von Premierministerin Theresa May ein paar Tage später sein, meldete der Sender am Montag.

Der 19. Juni ist auch der Tag, an dem eigentlich formal die Brexit-Gespräche mit der EU starten sollten. Brexit-Minister David Davis hatte am Montagvormittag noch gesagt, wegen der Verlesung des Programms durch Queen Elizabeth II könnten sich die Gespräche verschieben. Sie sollten aber noch nächste Woche beginnen.

May spricht von "bestmöglichem Deal"

May selbst will die Brexit-Verhandlungen in der nächsten Woche starten. Ziel sei es, ein gutes Abkommen zu erreichen. "Wir wollen den bestmöglichen Deal", sagte ihr Sprecher. May werde nichts zustimmen, was Großbritannien schade. Auch am geplanten Zeitrahmen von zwei Jahren wolle sie festhalten.

Mays konservative Tories hatten bei der Wahl am Donnerstag die absolute Mehrheit verloren, zunächst wurde auch mit einem Rücktritt Mays gerechnet. Am Montag stellte sie sich konservativen Abgeordneten hinter verschlossenen Türen. Offene Kritik wurde jedoch nicht geäußert, da weitere Unsicherheit vor dem Beginn der Brexit-Verhandlungen vermieden werden soll. (Reuters, red, 12.6.2017)

  • Nach der Wahlschlappe von Theresa May wurde die Verlesung des Regierungsprogramms durch die Queen verschoben.
    foto: reuters/stefan wermuth

    Nach der Wahlschlappe von Theresa May wurde die Verlesung des Regierungsprogramms durch die Queen verschoben.

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