Apple versucht grobe Sicherheitslücke bei iMessages zu schließen

11. Juni 2017, 12:39
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Angeblich können künftig auch via iCloud synchronisierte Nachrichten nicht gelesen werden – Methode aber unklar

Apple will künftig auch auf iCloud gespeicherte iMessage-Nachrichten verschlüsseln und so für eine Synchronisation von verschiedenen Apple-Geräten sorgen. Der unverschlüsselte Backup auf Apples Cloud-Dienst hatte bislang für Kritik gesorgt, da Apple so auf Behördenaufforderung Protokolle des eigentlich mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgestatteten Messengers weitergeben konnte. Nutzer konnten das Erstellen eines Backups manuell abdrehen.

Apple "arbeitet seit Jahren daran"

Mit der neuen Technologie könnte diese Sicherheitslücke Geschichte sein. Doch es ist unklar, wie Apple dies bewerkstelligen will. Apple-Manager Craig Federighi gab in einem Interview an, dass Apples Sicherheitsteam "seit einigen Jahren daran arbeitet, dass Informationen auf verschiedenen Geräten synchronisiert werden und dabei Schlüssel verwendet werden, die Apple nicht besitzt."

Skepsis

Sicherheitsforscher zeigen sich darob äußerst verwundert. "Die große Frage ist: Wie kann ein Nutzer das verlorene iCloud-Passwort wiedererlangen? Wenn er es nicht zurücksetzen kann, wäre dies ein großer Verlust der Nutzerfreundlichkeit, um mehr Sicherheit zu erlangen", sagt Sicherheitsexperte Kenn White zu Motherboard. Mehr Details wollte Apple zu diesem Zeitpunkt aber nicht kommunizieren. (red, 11.6.2017)

  • Apple will für mehr Sicherheit bei iMessages sorgen
    foto: ap/sanchez

    Apple will für mehr Sicherheit bei iMessages sorgen

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