Katar-Krise: Saudi-Arabien erwartet keine Auswirkungen auf Ölförderbremse

11. Juni 2017, 11:01
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Anleger an der Börse sind wegen der Spannungen in der Region verunsichert

Astana – Die Katar-Krise wird sich nach Einschätzung des OPEC-Schwergewichts Saudi-Arabien nicht auf die geplante Förderbremse zur Stabilisierung des Ölpreises auswirken. Das werde keine Rolle spielen, sagte der saudi-arabische Energieminister Chalid al-Falih am Samstag in Kasachstan. Anpassungen bei den geplanten Förderkürzungen seien nicht nötig.

Katar wird seit einer Woche von seinen arabischen Nachbarn weitgehend isoliert. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und andere Staaten werfen der Regierung in Doha Terrorfinanzierung vor. Das Emirat weist die Anschuldigungen zurück.

Anleger an der Börse sind wegen der Spannungen in der Region verunsichert. Der Ölpreis verlor in den vergangenen Tagen rund vier Prozent. Händler führten dies aber auch auf überraschend gestiegene US-Lagerbestände zurück. Der Markt übertreibe hier, so Falih. Es handle sich um ein lokales Phänomen. Der Gesamtmarkt sei auf dem Weg, eine Balance zwischen Angebot und Nachfrage zu finden. Der Ölpreis hat sich zuletzt erholt, nachdem er seit Mitte 2014 wegen eines riesigen Überangebots abgestürzt war. (APA, 11.6.2017)

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