Falschparker raste in Menschenmenge: Acht Verletzte in Amsterdam

11. Juni 2017, 08:28
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Polizei geht nicht von Absicht aus – Autofahrer wollte wohl Beamten entkommen

Amsterdam – Ein Autofahrer hat am Samstagabend eine Wand auf dem Amsterdamer Bahnhofsvorplatz gerammt. Acht Menschen wurden dabei verletzt, zwei davon schwer. Die Polizei gab auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bekannt, das Fahrzeug habe im Parkverbot gestanden.

Der Fahrer sei gegen eine Mauer gefahren und anschließend festgenommen worden. Nach einem ersten Verhör scheine es so, dass der Mann die Tat nicht beabsichtigt habe.

Niederländischen Medienberichten zufolge handelte es sich offenbar um einen Falschparker, der losraste, als sich Polizisten seinem Auto näherten. Nach dem Vorfall trafen mehrere Rettungswagen am belebten Bahnhofsvorplatz in der Amsterdamer Innenstadt ein. Zwei der Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht, die anderen sechs Verletzten wurden an Ort und Stelle behandelt.

Behörden in Alarmbereitschaft

Nach den Anschlägen mit Fahrzeugen in Nizza, Berlin und zuletzt in London weckte der Vorfall zunächst die Sorge vor einem weiteren Attentat. Erst am vergangenen Samstag hatten drei Angreifer in London einen Transporter in Fußgänger gesteuert, bevor sie mit einem Messer auf Menschen einstachen. Acht Menschen wurden getötet und 48 weitere verletzt.

Die niederländischen Behörden sind wegen der islamistischen Anschläge der vergangenen Jahre in Europa in hoher Alarmbereitschaft. Am Freitagabend nahm die Polizei in Eindhoven einen Mann fest, weil dieser am Rande eines Popkonzerts Filmaufnahmen machte. Der Mann befand sich am Samstagabend weiter in Polizeigewahrsam. Am 22. Mai hatte ein Selbstmordattentäter am Ende eines Konzerts der US-Sängerin Ariana Grande im englischen Manchester 22 Menschen getötet. (APA, red, 11.6.2017)

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