Insider: Mays möglicher Koalitionspartner will Geld

10. Juni 2017, 21:11
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Democratic Unionist Party soll zugesagt haben, sich von Fragen wie Abtreibung und der Rechte Homosexueller fernzuhalten

Belfast – Die Democratic Unionist Party (DUP) verlangt einem Insider zufolge als Preis für eine Unterstützung der britischen Premierministerin Theresa May unter anderem mehr Geld für Nordirland. Zudem sollten Veteranen in der Region Zugeständnisse erhalten, sagte in eine der DUP nahestehende Person am Samstag. Zwar werde die Partei wohl auch an den Brexit-Gesprächen teilnehmen wollen. Allerdings dürfte sie sich von Fragen wie Abtreibung und der Rechte Homosexueller fern halten, bei denen deutliche Differenzen mit den Konservativen von May bestehen.

Eine Stellungnahme der DUP war zunächst nicht zu erhalten. Eine Sprecherin der Konservativen bestätigte, dass ein hochrangiges Parteimitglied sich zu Gesprächen in Belfast aufhielt.

Die Forderungen der DUP dürften die irischen Nationalisten von Sinn Fein verärgern. Sie werfen der DUP vor, eine Immunität für britische Soldaten erreichen zu wollen, denen Folter vorgeworfen wird. Die Konservativen hatten bei der Unterhauswahl am Freitag überraschend ihre absolute Mehrheit verloren. May will eine Minderheitsregierung mit der Hilfe der DUP aufstellen. (Reuters, 10.6.2017)

  • DUP-Chefin Arlene Foster
    foto: apa/afp/paul faith

    DUP-Chefin Arlene Foster

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