NÖ-Wahl 2018: Landessprecherin Collini ist Neos-Spitzenkandidatin

10. Juni 2017, 13:41
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Sie wurde in einm dreistufigem Prozess mit 82,6 Prozent zur Listenersten gekürt

St. Pölten – Indra Collini führt die NEOS als Spitzenkandidatin in die niederösterreichische Landtagswahl 2018. Bei einer Mitgliederversammlung am Samstag in St. Pölten wurde die Landessprecherin mit 82,6 Prozent aus dem dreistufigen Prozess als Listenerste festgelegt, teilte die Partei in einer Aussendung mit. Die NEOS treten zum ersten Mal bei einer Landtagswahl in Niederösterreich an.

Collini forderte die Einführung einer Schuldenbremse. "Niederösterreich ist das Bundesland mit den zweithöchsten Schulden. Diesem verantwortungslosen Umgang mit Steuergeld muss endlich ein Ende bereitet werden", erklärte die frisch gekürte Spitzenkandidatin. Sie nannte als mögliche Einsparungen, die Parteienförderung um 50 Prozent zu kürzen, den Landtag um ein Drittel der Abgeordneten zu verkleinern und die Wahlkampfkostenobergrenze von sechs auf zwei Millionen Euro pro Partei zu senken.

"Verkrustetes System in Niederösterreich"

"Wir NEOS sind die einzigen, die das verkrustete System in Niederösterreich aufbrechen und die Absolute der ÖVP beenden können", sagte Collini. Die 46-jährige Angestellte lebt in Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) und ist seit November 2016 Landessprecherin der NEOS in Niederösterreich.

Die Kandidatenliste wurde in einem dreistufigen Vorwahlprozess fixiert. Nach einem Bürgervotum hatte das Landesteam gemeinsam mit dem NEOS-Bundesvorstand getagt, Collini lag danach beim Zwischenergebnis deutlich vorne. Die endgültige Liste stand nach der Wahl bei der Mitgliederversammlung der NEOS Niederösterreich am Samstag fest.

Hinter der Spitzenkandidatin folgt der Badener Gemeinderat und Unternehmensberater Helmut Hofer-Gruber (57) auf Rang zwei, vor Edith Kollermann (53), Steuerberaterin aus Breitenfurt im Bezirk Mödling. Auf den nächsten Listenplätzen kandidieren der 25-jährige JUNOS-Landesvorsitzende Patrick Skalitzky, Student aus Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling), und Bernd Pinzer (48 Jahre), Gemeinderat in Zwentendorf (Bezirk Tulln) und im öffentlichen Dienst tätig. (APA, 10.6.2017)

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    foto: apa/neos niederösterreich
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