Wolford-Eigentümer wollen Mehrheitsanteil verkaufen

9. Juni 2017, 21:24
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Künftiger Kernaktionär soll Kapital zuschießen – Verhandlungen mit Banken über Liquiditätssicherung

Wien/Bregenz – Die Eigentümer des Vorarlberger Wäsche- und Strumpfherstellers Wolford suchen einen Käufer für ihre Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Das Unternehmen hat nach hohen Betriebsverlusten und Abschreibungen Liquiditätsprobleme, der künftige Kernaktionär soll dringend benötigtes Kapital zuschießen. In der Zwischenzeit sollen Banken mit Krediten einspringen, um die Liquidität sicherzustellen.

Die Hauptaktionärsgruppe der Wolford AG besteht aus der WMP Familien-Privatstiftung, der Sesam Privatstiftung und deren Tochter M. Erthal & Co. Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sowie ihnen nahe stehenden natürlichen Personen. Sie haben am Freitagabend angekündigt, ihre Beteiligungen und damit die Mehrheit an dem Unternehmen zu verkaufen. Mit der Käufersuche wurde die Deloitte Financial Advisory GmbH beauftragt.

Verhandlungen mit Banken

"Mit dem Erwerb des Aktienpakets durch einen künftigen Kernaktionär soll eine Eigenkapitalmaßnahme verbunden werden, die die Liquidität der Gesellschaft nachhaltig stärkt", heißt es in der Mitteilung. Das Volumen der Kapitalerhöhung stehe noch nicht fest.

Darüber werde derzeit mit den finanzierenden Banken verhandelt um die Liquidität sicherzustellen, bis ein Käufer und Kapitalgeber gefunden ist.

Bereits Mitte April hatte der Wolford-Vorstand erklärt, mit Aktionärsgruppen über eine Eigenkapitalerhöhung zu verhandeln, nachdem hohe Verluste das Grundkapital weiter aufgebraucht hatten. (APA, 9.6.2017)

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