Künstliche Welle lässt sich diesmal in der SCS reiten

Video9. Juni 2017, 12:22
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Die City Wave, im Vorjahr noch auf dem Wiener Schwarzenbergplatz stationiert, wird in diesem Sommer in der SCS in Niederösterreich aufgebaut

Wiener Neudorf / Wien – Sie heißt zwar noch "City Wave". Aufgebaut wird die Anlage diesmal aber nicht in einer Stadt, sondern in der Marktgemeinde Wiener Neudorf in der Shopping City Süd (SCS). Das gaben die Betreiber und Besitzer der Anlage am Freitag bekannt. Surfen auf der künstlich erzeugten Welle soll von Anfang Juli bis September vor den Terrassen des Kinocenters Multiplex auf Wiener Neudorfer Seite nahe Wien möglich sein.

foto: stefan knittel / 3citywave

2016 auf dem Wiener Schwarzenbergplatz

Im vergangenen Sommer stand die Anlage, die neben dem Surfpool auch ein Gastronomieangebot umfasste, auf dem Wiener Schwarzenbergplatz – DER STANDARD berichtete. Laut dem Betreiber AWSM – Geschäftsführer ist Clemens Kreitner von der Werbegesellschaft Kreitner & Partner – wurden mehr als 8.500 Surfer und 300.000 Besucher gezählt.

derstandard.at

Diesmal keine Genehmigung

Diesmal erteilte die Stadt Wien laut Kreitner keine Genehmigung mehr für den Aufbau auf dem zentralen Platz. Auch für Alternativorte in der Stadt ließ sich demnach keine Einigung finden.

39 Euro für eine Surf-Einheit

Wie im Vorjahr soll eine Surf-Einheit für Anfänger und Fortgeschrittene 39 Euro für 50 Minuten kosten. Die Welle teilen sich die Sportler mit bis zu zwölf weiteren Surfern. Für einen Wetsuit für Erwachsene sind weitere fünf Euro abzulegen. Buchbar sind die Einheiten jeweils 14 Tage im Voraus laut Veranstaltern ab 16. Juni auf city-wave.at. Auch eigene Surf-Camps für Kinder sind in den Sommermonaten wieder geplant.

Die City Wave wurde 2008 von Münchner Unternehmern entwickelt. Die etwa 20 mal 50 Meter große Anlage mit dem 7,5 Meter breiten Surf-Becken im Zentrum, die in Kürze in Niederösterreich aufgebaut wird, wurde von der Firma AWSM gekauft. Nach dem Gastspiel in Wien überwinterte die Konstruktion in einem Lager.

Finanzieller Erfolg im Vorjahr

Laut Geschäftsführer Kreitner ist das Surf-Gastspiel vor dem Wiener Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz "finanziell sehr gut gegangen". Das Jahr konnte man "in schwarzen Zahlen" abschließen.

Grüne Kritik an der künstlichen Welle

Kritik an der Surf-Anlage im Wiener Zentrum hatte der grüne Gemeinderat Rüdiger Maresch im STANDARD geäußert. "Damit ein paar Leute viel Geld verdienen, brauchen wir zentralen öffentlichen Raum nicht herschenken", sagte er im Vorjahr. Die City Wave gehöre "auf die Donauinsel oder in die Seestadt". Zudem führte er den "irrsinnig hohen Energieaufwand" für die Surf-Anlage an. (David Krutzler, 9.6.2017)

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