Philippinischer General: Hundert Geiseln in Hand von Rebellen

8. Juni 2017, 11:58
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Noch rund 200 islamistische Kämpfer in Marawi

Marawi – Islamistische Rebellen auf den Philippinen haben nach Regierungsangaben in der umkämpften Stadt Marawi immer noch etwa 100 Geiseln in ihrer Gewalt. Der Militärkommandant der Region auf der Insel Mindanao, Generalmajor Carlito Gavez, äußerte sich am Donnerstag aber zuversichtlich, die Lage bald unter Kontrolle zu bringen.

In Marawi – normalerweise eine Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern – sollen sich noch mehr als 200 Rebellen aufhalten. Fast die gesamte Bevölkerung ist seit Beginn der Kämpfe vor mehr als zwei Wochen geflohen. Insgesamt gab es bereits mehr als 190 Tote. Präsident Rodrigo Duterte hat über die gesamte Insel das Kriegsrecht verhängt.

"Das Ende ist nah"

Gavez zufolge ist es der Armee inzwischen gelungen, die Nachschubwege der Rebellen abzuschneiden. Auch eines ihrer wichtigsten Verstecke sei eingenommen worden. "Das Ende ist nah", sagte der Generalmajor. Zugleich gab er zu, dass sich noch "mehr oder weniger 100 Geiseln" in der Gewalt der Rebellen befinden, darunter ein katholischer Pfarrer.

Die Kämpfe hatten am 23. Mai begonnen, als Regierungstruppen versuchten, einen Anführer der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf festzunehmen. Der Versuch misslang. Die Rebellen holten sich Verstärkung von außerhalb hinzu. Nach Regierungsangaben sind darunter auch ausländische Jihadisten. (APA, 8.6.2017)

  • Philippinische Sicherheitskräfte stürmen ein Haus in Marawi.
    foto: reuters

    Philippinische Sicherheitskräfte stürmen ein Haus in Marawi.

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