Katars Regierung: Hacker-Angriff auf Nachrichtenagentur nachgewiesen

8. Juni 2017, 11:48
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Eingeschleuste Nachrichten werden für diplomatische Krise verantwortlich gemacht

Die Regierung Katars geht auf der Grundlage eines vorläufigen Untersuchungsberichts davon aus, dass ein Hacker-Angriff auf die staatliche Nachrichtenagentur KNA die schwere diplomatische Krise mit den Nachbarstaaten hervorgerufen hat. Der Hacker-Angriff habe Anfang April begonnen, erklärte das Innenministerium in Doha am Mittwochabend.

Einen Monat später verbreitete die Agentur angebliche Erklärungen des Emirs von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani. Unter den Themen, die in der angeblichen Erklärung von Scheich Tamim angeschnitten wurden, waren die radikalislamische Palästinenserbewegung Hamas, die als "legitime Vertretung des palästinensischen Volkes" bezeichnet wurde, und der Iran, der als strategischer Alliierter für seine Nachbarstaaten empfohlen wurde.

Hacker-Angriff mit neuartigen technischen Mitteln

"Das mit der Untersuchung beauftragte Team hat bestätigt, dass der Hacker-Angriff mit neuartigen technischen Mitteln erfolgte und an einer Schwachstelle des Systems der KNA ansetzte", teilte das Innenministerium mit. Der Angriff habe im April begonnen und sei Ende Mai genutzt worden, um "falsche" Erklärungen des Emirs herauszugeben. In die Untersuchung zum Hacker-Angriff sind die US-Bundespolizei FBI und britische Experten einbezogen.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montag die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen sowie den Verkehr über Luft-, Wasser- und Landwege eingestellt. Begründet wurde dies unter anderem mit Verbindungen Dohas zu "Terrororganisationen". (APA ,8.6. 2017)

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