Videospielpiraten scheinen Kampf gegen Denuvo-Kopierschutz doch zu gewinnen

    8. Juni 2017, 11:02
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    Neue Spiele landen immer schneller gecrackt in Tauschbörsen

    Der aus Salzburg stammende PC-Kopierschutz Denuvo scheint das Rennen mit Videospielpiraten langsam aber sicher zu verlieren, berichtet die Seite Gamestar. Bissen sich Cracker-Gruppen noch vor ein paar Monaten die Zähne aus an der Anti-Tamper-Software, landen neue Spiele mit Denuvo nun immer schneller frisch geknackt in Tauschbörsen.

    Wurde "Just Cause 3" beispielsweise erst in wenigen Wochen gecrackt, dauerte es bei "Resident Evil 7" beispielsweise nur noch fünf Tage und beim neuen Beat'em'up "Tekken 7" nur noch vier. Für Außenstehende mag ein Tag unterschied nach nicht viel aussehen, doch da bei vielen Games gerade die ersten Tage über einen Verkaufserfolg oder Misserfolg entscheiden, zählt für die Hersteller praktisch jede Stunde, in der ihr Werk nicht illegal verbreitet wird.

    Key-Generator aufgetaucht

    Besonders unangenehm für die Hersteller: Bei ihren Umgehungsversuchen gelang es einer Cracker-Gruppe nun laut Reddit-Meldungen sogar, einen funktionierenden Key-Generator für "Dishonored 2" zu entwickeln, mit dem Anwender ohne eine Kopie des Spiels ohne Dateimanipulation nutzen können. Dabei dürften die Piraten jedoch auch davon profitiert haben, dass bei dem Steampunk-Game nicht die aktuellste Version von Denuvo zum Einsatz kommt.

    Dennoch geraten Koperschutz- und Spielhersteller dadurch erneut unter Druck, sich neue Lösungen einfallen zu lassen. (red, 8.6.2017)

    • Artikelbild
      foto: tekken 7
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