Attentäter von Teheran waren Iraner

8. Juni 2017, 05:42
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Nach Angaben der iranischen Regierung hatten sich die Attentäter dem "Islamischen Staat" angeschlossen

Teheran – Die Selbstmordattentäter von Teheran waren nach Angaben der Regierung Iraner. Sie hätten sich der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats, Reza Seifollhai, am Mittwoch. Die Attentäter hatten das Parlament und das Grabmal von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini angegriffen. Dabei starben nach Angaben der Behörden zwölf Menschen.

Der "Islamische Staat" hatte sich am Mittwoch selbst der Taten bezichtigt, die von fünf Kämpfern ausgeführt worden seien, und mit weiteren Anschlägen im Iran gedroht. Es war das erste Attentat der sunnitischen IS-Extremisten im schiitischen Iran.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwochabend, er habe für die Opfer der Anschläge gebetet. Allerdings: "Staaten, die den Terrorismus fördern, riskieren, selbst Opfer des Bösen zu werden, das sie unterstützen."

Iran weist Trumps Kondolenz als "widerlich" zurück

Irans Außenminister Mohammad Javad Sarif hat die Kondolenzbekundung Trumps zurückgewiesen und dessen Worte als "widerlich" bezeichnet. Sarif schrieb dazu per Kurznachrichtendienst Twitter am Donnerstag: "Widerliche Erklärung des Weißen Hauses ... Das iranische Volk weist solche US-Freundschaftsbekundungen zurück." (APA, 8.6.2017)

  • Iranische Spezialeinheiten während des Angriffs auf das Parlament in Teheran.
    foto: reuters

    Iranische Spezialeinheiten während des Angriffs auf das Parlament in Teheran.

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