... nachgefragt bei Bettina Hering

Kolumne27. Juni 2017, 13:28
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Michael Hausenblas fragt die Schauspiel-Direktorin der Salzburger Festspiele nach ihrem Schwan

"Ich bin in Zürich geboren, und als Zürcher Kind bekommt man kein Schaukelpferd, sondern einen Schaukelschwan geschenkt. Im Falle meines Schwans ist es unklar, wer den von wem bekommen hat. Der war irgendwie einfach schon immer da. Wir haben auch schon einige gemeinsame Umzüge hinter uns. Der Schwan, man könnte seinen Look inzwischen durchaus als 'shabby chic' bezeichnen, wird ganz unaufgeregt verwendet. Er ist ein Objekt, das zum Wohnen gehört. Manchmal setz ich mich drauf, dann dient er wieder als Ablage. Mal so, mal so.

Bei Schwänen denkt man immer an elegante Schönheit, dabei sind die Tiere ganz schön aggressiv, und man hat als Kind vom Zürichsee durchaus den einen oder anderen Kampf auszufechten. Mein Schwan ist definitiv domestiziert. Apropos See: Er ist das Einzige, was ich in meinen vielen Jahren im Ausland immer wieder vermisst habe. Auch dagegen hilft der Schwan." (Michael Hausenblas, RONDO, 27.6.2017)

Bettina Hering ist Dramaturgin, Regisseurin und seit 2017 die Schauspiel-Direktorin der Salzburger Festspiele.

  • Bettina Hering: "Der Schwan wird ganz unaufgeregt verwendet. Er ist ein Objekt, das zum Wohnen gehört."
    foto: nathan murrell

    Bettina Hering: "Der Schwan wird ganz unaufgeregt verwendet. Er ist ein Objekt, das zum Wohnen gehört."

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