Steirischer Bauunternehmer wegen Betrugsverdachts in U-Haft

6. Juni 2017, 17:45
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Dubiose Gegenverrechnungen und umgeschriebene Rechnungen – Millionenschaden soll entstanden sein

Graz – Ein steirischer Bauunternehmer wurde nach zwei Jahren, in denen gegen ihn ermittelt worden war, vergangenen Freitag verhaftet worden. Der Mann soll 2010 bis 2012 rund 20 Bau- und Nebengewerbe-Betriebe gegründet und Gelder in diesem Firmengeflecht verschoben haben.

Wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Dienstag mitteilte, soll der 41-jährige Unternehmer Rechnungen umgeschrieben und dubiose Gegenverrechnungen durchgeführt haben. Dem Beschuldigten werden laut dem Grazer Straflandesgericht Untreue und betrügerische Krida vorgeworfen. Er soll als faktischer Geschäftsführer von mehreren Unternehmen und Subunternehmen mehr als 600.000 Euro für seine anderen Unternehmen "ohne betriebliche Veranlassung" entnommen haben, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des Gerichts.

Außerdem soll er das Vermögen einer weiteren Firma verringert haben, da er Investitionen in sein Privathaus veranlasste. Dadurch sollen Gläubiger um mehr als 500.000 Euro gebracht worden sein. Der Strafrahmen beträgt bis zu zehn Jahre Haft. Der Beschuldigte war bisher nicht geständig. Die Untersuchungshaft wurde wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr verhängt. Der Beschuldigte erhob dagegen eine Beschwerde. Der 41-Jährige ist bisher unbescholten. (APA, 6.6.2017)

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