Vereinigte Bühnen Wien entscheiden im Herbst über neue Intendanz

6. Juni 2017, 12:07
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Die Ausschreibungsfrist für den Musicalbereich bzw. fürs Theater an der Wien und die Kammeroper ist vergangene Woche abgelaufen

Wien – Die Bewerberriege für die neuen Intendanzen der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) steht: 50 Personen haben sich bei der vergangene Woche ausgelaufenen Ausschreibung für die Leitung des Theaters an der Wien und der Musicalsparte ab der Spielzeit 2020/21 beworben, wie das Theaterunternehmen der APA mitteilt. Zwei Drittel der Interessenten zielen dabei auf den Opernposten, ein Drittel aufs Musical.

Allerdings hatten die VBW in den Ausschreibungstexten auch eine gemeinsame Leitung beider Sparten, die derzeit von Roland Geyer (Theater an der Wien) und Christian Struppeck (Musical) geführt werden, explizit nicht ausgeschlossen. "Es sind Bewerbungen für eine der Sparten willkommen", hieß es im Ausschreibungstext, "aber auch künstlerische Konzepte, die eine Bespielung aller Bühnen unter einer gemeinsamen künstlerischen Leitung vorsehen".

Mögliche Strukturreform

Für diese mögliche Strukturreform abseits einer reinen personellen Nachbesetzungen nimmt man sich offensichtlich Zeit. "Die Entscheidung wird voraussichtlich im Herbst bekanntgegeben", so eine Sprecherin. Bis dahin werden die eingelangten Konzepte von der Jury, bestehend aus dem VBW-Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Weis, VBW-Geschäftsführer Franz Patay und Wien-Holding-Chef Peter Hanke, gesichtet, respektive aussichtsreiche Kandidaten zu Hearings geladen.

Die eigentliche Entscheidung über die künftige Aufstellung der VBW wird dann in Abstimmung mit den Eigentümern – Wiens Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (beide SPÖ) – getroffen. (APA, 6.6.2016)

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