Onlinehandel bedroht kleine Händler in deutschen Einkaufsstraßen

    5. Juni 2017, 17:37
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    Handelsverband will Einkaufsstraßen "gesundschrumpfen"

    Der zunehmende Onlinehandel zwingt immer mehr kleine und mittelständische Händler zum Aufgeben. Deshalb drohen in Deutschlands Innenstädten "massive Leerstände, auch an attraktiven Standorten", wie der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Zeitung "Welt" am Montag sagte.

    Bis 2020 werden laut HDE-Schätzung rund 50.000 Standorte vom Markt verschwinden. Das seien immerhin zehn Prozent des derzeitigen Angebots.

    Gesundgeschrumpfen

    Grundlage dieser Einschätzung ist eine aktuelle Studie des deutschen Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung und des HDE, die der "Welt" vorliegt. Der HDE fordert als Konsequenz daraus, dass Innenstädte künftig "verdichtet" und "Fußgängerzonen gesundgeschrumpft werden". Betroffen seien sowohl Klein- und Mittelstädte als auch einzelne Metropolen.

    Zudem müsse die Politik das Bau- und Planungsrecht modifizieren, etwa um Ladenlokale zusammenzulegen oder "um Geschäftsräume am Rand von Fußgängerzonen in Wohnraum umzuwidmen", forderte Gent. (APA, 5.6. 2017)

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