Neuseeland: Reisen in die Heimat der Hobbits boomen

    7. Juni 2017, 14:58
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    18 Prozent seiner 3,5 Millionen Besucher verdankte Neuseeland im Vorjahr den Blockbuster Fantasy-Trilogien "Herr der Ringe" und "Der Hobbit"

    Im Urlaubsmekka der Fantasy-Fans boomt der Hobbit-Tourismus wie noch nie: 18 Prozent der 3,5 Millionen Besucher Neuseelands sind nur wegen Regisseur Sir Peter Jackson hier – legt man diesen Prozentsatz auf die Ausgaben aller Neuseeland-Touristen um, ließen die Hobbit-Touristen im Vorjahr rund eine Milliarde Euro dort.

    foto: imago/xinhua
    Hobbiton

    Auch dank ihnen ist der Tourismus inklusive Flüge in Neuseeland mittlerweile Umsatzbringer Nummer eins (knapp vor dem Milch- und Milchprodukte-Export). Und die Filmbranche ist mit der Unberührtheit Neuseelands noch lange nicht fertig. Rund 165 Millionen Euro macht der Staat heuer locker, um ausländische Film-Produktionen anzulocken. Zu den geplanten Blockbustern, die dieses Jahr dort gefilmt werden bzw. wurden, gehören der Science Fiction-Film "Mortal Engines" von Peter Jackson und der Fantasy-Klassiker "A Wrinkle in Time" mit Oprah Winfrey und Reese Witherspoon. (red, 7.6.2017)

    Hobbit-"Sehenswürdigkeiten" in Neuseeland:

    Pukaki-See: Das schimmernde blaue Juwel vor dem höchsten Berg Neuseelands, dem 3.724 Meter hohen Mount Cook, ist ein ParadieS für Wanderer. Doch die Wildnis war einst Schauplatz der meistfrequentierten Drehs der Hobbit-Trilogie – 700 Menschen mussten hier gleichzeitig werken, damit Drache "Smaug" die "Seestadt" filmreif niederbrennen konnte.

    Im Fjordland Nationalpark (Hobbit Frodo Beutlin und seine Gefährten erlebten die zerklüfteten Fjorde und atemberaubenden Wasserfälle u.a. aus der Vogelperspektive, als sie auf den Rücken von Adlern flohen) können die Besucher von Mittelerde dann mit dem Schiff durch den Fjord Milford Sound fahren. Auch er war Drehort für zahlreiche Szenen.

    foto: apa/afp/william west
    Mount Cook

    350.000 Menschen besuchen laut Business Insider jährlich Bilbo Beutlins Heimatdorf "Hobbingen", bewundern die 44 bunten Hobbit-Erdlöcher und kippen im "Grünen Drachen" 1.000 Liter Hobbit-Bier täglich. Im Vorjahr musste die Crew den Personalstand sogar auf 200 Menschen verdoppeln, um bei einem 40-prozentigen Anstieg an Besuchern trotzdem jedem das perfekte Erlebnis zu bieten.

    Das Filmset – eine 506-Hektar große Schafsfarm von so pittoresker Schönheit, wie sie nur in Neuseeland zu finden ist – wartet neben den Original-Hobbitlöchern mit besonders vielen Anekdoten auf: Zum Beispiel erfahren Besucher, dass die Eiche über Bilbos Haus gar nicht echt war. Perfektionist Peter Jackson bestand nämlich darauf, jedes der 300.000 Blätter extra fertigen zu lassen, und als ihm danach die Farbe nicht gefiel, ließ er sie von Mitarbeitern von Hand neu anmalen.

    Service: Buchbar ist eine Neuseeland-Rundreise z.B. über Hofer Reisen.

    Entsprechende Touren gibt's z.B. hier.

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