Mann überfiel mit Fleischermesser Grazer Dorotheum

2. Juni 2017, 10:41
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Angestellte und Kundin bedroht – Frauen erlitten schweren Schock – Räuber flüchtete mit Goldketten

Graz – Ein mit einem Fleischermesser bewaffneter Mann hat am Donnerstagnachmittag die Schmuckabteilung des Grazer Dorotheums überfallen. Der Räuber bedrohte eine Verkäuferin und eine Kundin, er flüchtete mit mehreren goldenen Halsketten. Die beiden Frauen erlitten einen schweren Schock und mussten medizinisch betreut werden, berichtete die Landespolizeidirektion am Freitag.

Der maskierte Mann hatte gegen 15.45 Uhr das Pfandhaus am Jakominiplatz betreten. Er ging auf die 52-jährige Verkäuferin zu, die sich gerade in einem Gespräch mit einer Kundin befand. Er packte sie am Oberarm, zerrte sie zu einer Vitrine und forderte sie auf, diese zu öffnen. Erst zu diesem Zeitpunkt sah die Verkäuferin, dass der Räuber ein großes Messer in der Hand hielt.

Verkleidet mit Barcelona-Kapperl

Als der Täter bemerkte, dass sich in der Vitrine Schmuck von nur geringem Wert befand, zerrte er die Verkäuferin zu einem weiteren gläsernen Schmuckkasten und verlangte barsch, diesen zu öffnen. Er raffte mehrere goldene Halsketten zusammen, verstaute sie in einer Umhängetasche und lief weg. Das Messer mit einer 23 Zentimeter langen Klinge legte er beim Ausgang ab.

Der Räuber wurden von den beiden Frauen als 1,70 bis 1,75 Meter groß und sehr schlank beschrieben. Er dürfte etwa 30 bis 40 Jahre alt sein, hatte kurze dunkle kurze Haare und war bekleidet mit Bluejeans und dunklem Kapuzensweater. Maskiert war er mit einer dunklen größeren Sonnenbrille mit Goldfassung und einer blauen Baseballkappe mit dem Emblem des FC Barcelona. Das Fleischermesser mit einer Gesamtlänge von 38 Zentimeter hat einen gelb-orangen Griff. Der Mann sprach Deutsch mit fremdsprachigen Akzent. Die schwarze Umhängetasche, in die er die Beute stopfte, ist rund 30 mal 20 Zentimeter groß. (APA, 2.6.2017)

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