Andreas Gabalier klagt Konzerthaus-Chef wegen Interviews

    1. Juni 2017, 14:53
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    "Volks-Rock-'n'-Roller" fühlt sich von Matthias Naske ins rechte Eck gedrängt

    Wien – "Volks-Rock-'n'-Roller" Andreas Gabalier klagt den Wiener-Konzerthaus-Chef Matthias Naske – wegen der Aussagen des Musikmanagers in einem Interview mit der "Presse" im Mai. Gabaliers Anwalt hat demnach Wettbewerbsklage gegen den 54-Jährigen eingebracht, die auf Feststellung des Schadens und Widerruf wegen Herabsetzung lautet. Der Streitwert beträgt laut einer Meldung des "Trend" 500.000 Euro.

    Gabalier sieht sich durch Naske in ein rechtes Eck gedrängt, was auch wirtschaftliche Einbußen nach sich ziehe. Erste Konzertveranstalter hätten wegen des Interviews von Naske bereits abgesagt. Gabaliers Promoter Sepp Adlmann bestätigte gegenüber der APA die Causa.

    "Vorwürfe nicht nachvollziehbar"

    Naske kann die Klage Gabaliers gegen ihn indessen nicht verstehen. "Nach meinem heutigen Wissensstand sind die Vorwürfe nicht nachvollziehbar", so Naske in einer Stellungnahme gegenüber der APA: "Klarstellen möchte ich jedoch, dass meiner Aussage über Andreas Gabalier keine politische Wertung zugrunde liegt."

    Es sei seine Aufgabe als Intendant, sich mit der Bewertung von künstlerischen Qualitäten zu beschäftigen. "Wenn Herr Gabalier oder sein Management eine gerichtliche Entscheidung über Fragen gesellschaftlicher Dimensionen von künstlerischem Geschehen führen möchte, sei das unbenommen."

    Naske hatte im "Presse"-Interview gemeint, er würde Gabalier – anders als die Kollegen des Wiener Musikvereins – nicht bei sich im Hause auftreten lassen. "Ich glaube, das war einfach ein Fehler. Wir hätten das nicht gemacht." Seine Gründe dafür seien eindeutig: "Weil das Signale sind. Man muss wissen, wer Gabalier ist, wofür er steht, und dann abwägen." Ein Hubert von Goisern würde da sehr viel besser ins Konzerthaus passen: "Wir treffen auch gesellschafts- und kulturpolitische Aussagen, so harmlos ist das nicht. Auf der anderen Seite dienen wir auch keiner Ideologie. Wie gesagt, ich glaube, das mit Gabalier war eine Unachtsamkeit oder vielleicht auch Kalkül ..." (APA, 1.6.2017)

    • Fühlt sich "ins rechte Eck gedrängt": Andreas Gabalier.
      foto: apa/hans punz

      Fühlt sich "ins rechte Eck gedrängt": Andreas Gabalier.

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