China Premier mahnt zur Deeskalation um Nordkorea

    1. Juni 2017, 12:49
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    "Wir appellieren an alle verwickelten Länder, ihre Verantwortung in dieser Region zu tragen"

    Berlin – Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat die Konfliktparteien im Streit über Nordkoreas Atomwaffenprogramm zur Mäßigung aufgerufen. "In letzten Tagen hat sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel verschärft", sagte Li am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Hintergrund sind nordkoreanische Raketentests und amerikanisch-südkoreanische Militärmanöver.

    "Wir appellieren an alle verwickelten Länder, ihre Verantwortung in dieser Region zu tragen ... damit die Lage dort deeskaliert", sagte Li auf die Frage, ob die Präsenz von US-Militär die Lage weiter anheize. Seine Regierung sei gegen jeglichen Atom- und Raketentest Nordkoreas. Die vorrangige Aufgabe Chinas sei es, die Wirtschaft im eigenen Land zu entwickeln. "Dazu brauchen wir auch ein sicheres Umfeld", sagte Li. Alle Konfliktparteien müssten an den Verhandlungstisch zurückkehren.

    "Wir sind der gemeinsamen Überzeugung, dass von Nordkorea Gefahren für den Weltfrieden ausgehen können", sagte Merkel. "Aber wir setzen auf eine Verhandlungslösung." Diese sei sehr dringlich. "Deutschland hat hier seine Bereitschaft bekundet zu einer Verhandlungslösung beitragen zu können." (Reuters, 1.6.2017)

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