S Bausparkasse mit neuem Chef

1. Juni 2017, 12:28
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Köck folgt Schmidinger per 1. Juni

Wien – Die S Bausparkasse hat im Vorjahr mehr neue Bausparverträge abgeschlossen. Die Finanzierungen waren rückläufig, teilte das Institut am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz mit. Seit Donnerstag hat die S Bausparkasse auch einen neuen Chef: Der langjährige Generaldirektor Josef Schmidinger (61) geht zurück in die Muttergesellschaft Erste Bank. Neuer Bausparkassen-Chef ist Thomas Köck (46).

Zweites Vorstandsmitglied ist weiterhin Astrid Kratschmann. Köck war bis Mitte 2015 Generaldirektor der damals zum Volksbanken-Sektor gehörenden Start-Bausparkasse und der Immo-Bank und zuletzt Geschäftsführer von FFS Firefly Solutions. Der neue Vorstandsvorsitzender der S Bausparkasse absolvierte ein Betriebswirtschaftsstudium an der WU Wien. Schmidinger wechselt zurück in die Muttergesellschaft und wird den Bereich Wohnbau in der Erste Bank Oesterreich übernehmen. In dieser Funktion wird er den großvolumigen Wohnbau inklusive Commercial-Real-Estate-Kreditgeschäft und Immobilienleasing sowie die Geschäftsführung der neugegründeten Wohnbauinvestitionsbank verantworten.

Plus bei neuen Bausparverträgen

In der S Bausparkasse stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr die Zahl der neuen Bausparverträge um 1,2 Prozent auf 247.582. Dabei überwogen die Verträge mit fixer Verzinsung, mehr als ein Drittel wurde mit variabler Verzinsung abgeschlossen. Die Bauspareinlagen gingen um 2,4 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro zurück.

Die Finanzierungen verringerten sich um rund zwölf Prozent auf 837 Millionen Euro. Die Ausleihungen sanken um 11,4 Prozent auf rund sechs Milliarden. Grund dafür waren die veränderten Bedingungen durch die Abspaltung des großvolumigen Wohnbaugeschäfts auf die Muttergesellschaft Erste Bank. Dieser Ausleihungsbestand spiegle nun in überwiegendem Ausmaß das Retailgeschäft der Bausparkasse wider, hieß es heute. Das Ergebnis vor Steuern verdreifachte sich dank einmaliger Sondereffekte wie einem Liegenschaftsverkauf und der Übertragung des großvolumigen Wohnbaugeschäfts von 31 auf 95,5 Millionen Euro. (APA, 1.6.2017)

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