Libanon verbietet "Wonder Woman"-Film wegen israelischer Darstellerin

    1. Juni 2017, 11:06
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    US-Comicverfilmung hätte am Mittwoch anlaufen sollen

    Beirut – Wegen einer israelischen Hauptdarstellerin hat der Libanon den US-Film "Wonder Woman" verboten. Die Comicverfilmung hätte eigentlich am Mittwochabend in die libanesischen Kinos kommen sollen, wurde aber kurz vorher vom Innenministerium untersagt, hieß es am Donnerstag aus Sicherheitskreisen.

    Die Regierung in Beirut reagierte damit auf eine Kampagne, die ein Aufführungsverbot forderte, weil die Hauptdarstellerin Gal Gadot eine Israelin ist. Der Libanon befindet sich mit Israel offiziell im Kriegszustand und boykottiert seit Jahrzehnten Produkte aus dem Nachbarland. Die frühere "Miss Israel" Gadot leistete zwei Jahre Wehrdienst in der israelischen Armee. Der Film mit der 32-Jährigen als Amazonenprinzessin kommt am 15. Juni auch in die heimischen Kinos.

    warner bros. pictures

    Die Anhänger der Verbotskampagne jubelten nach der Entscheidung. "Glückwunsch an Palästina. Glückwunsch zum Boykott. Glückwunsch an den Widerstand", schrieb einer der Mitbegründer der Kampagne, Samah Idriss, auf Facebook. "Der Normalisierung (mit Israel) wurde ein nachhaltiger Schlag versetzt, indem die Aufführung eines Films mit einer israelischen Soldatin verhindert wurde." (APA, 1.6.2017)

    • Gal Gadot verkörpert "Wonder Woman" im gleichnamigen US-Film, der nun im Libanon mit einem Aufführungsverbot belegt wurde.
      foto: ap/clay enos/warner bros.

      Gal Gadot verkörpert "Wonder Woman" im gleichnamigen US-Film, der nun im Libanon mit einem Aufführungsverbot belegt wurde.

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