"Tokio 42" erschienen: Cyberpunk-Ballerei für "GTA"-Veteranen

    Presseschau1. Juni 2017, 10:18
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    Kritiker zeigen sich von faszinierender Spielwelt verzückt. Mängel gibt es bei der Umsetzung

    Mit dem eben erschienenen "Tokyo 42" will der britische Indie-Entwickler SMAC Fans zu den Ursprüngen von Spielen wie "Syndicate" oder "GTA" zurückkehren lassen. Versetzt in einer stylischen Cyberpunkversion der japanischen Hauptstadt wird einem ein Mord angehängt, den man nicht begangen hat und wird in die mörderische Unterwelt hineingezogen.

    Die bunte Mischung aus isometrischem Shooter und Stealth-Elementen stößt bei Kritikern speziell aufgrund der vereinnahmenden Kulisse auf Wohlgefallen, wenngleich sich so mancher eine sauberere Umsetzung erhofft hätte. Erschienen ist das Spiel bereits für Windows-PC und Xbox One, die PS4-Ausgabe folgt laut Entwicklern in Kürze.

    Gelungene Unterwelt

    "Der Entwickler propagiert 'Tokyo 42' als liebevolle Mischung aus 'Syndicate' und 'Grand Theft Auto' und ehrlich gesagt könnten sie damit nicht richtiger und falscher liegen", schreibt die Seite USGamer. "Es ist im Geiste beides, aber verstrickt es in etwas komplett eigenständiges. 'Tokyo 42' ist ein isometrischer Cyberpoppunk-Action-Shooter mit einer Stadt, in der es sich zu verlieren lohnt."

    "Wenige Spiele fühlen sich so unmittelbar und durchgehend einladend an – es gibt keine Strafen fürs Schindluder treiben in dieser Utopie", meint PCGamesN. "Man fühlt sich nicht einmal schlecht beim Erledigen von Zivilisten, da sie nach einer Schießerei ganz einfach wieder von den Toten auferstehen. Es ist ein bemerkenswerter Shooter, ein solides Schleichspiel und ein katastrophales Rennspiel."

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    Unsaubere Ausführung

    Alle Kritiker können diese Ansicht jedoch nicht teilen. Einigen scheinen gerade mit der Steuerung und der Kamera ihre liebe Müh gehabt zu haben. "Tokyo 42 ist ein innovatives und bemerkenswert attraktives Spiel mit einer sehr natürlichen Mischung aus Steath, Kampf und Wegfindungsrätseln, das leider von seiner isometrischen Perspektive gelähmt wird. Ich war hin und her gerissen von der wunderbaren Aufregung durch belebte Schauplätze zu schleichen und dem Unmut über Tode durch eine unglückliche Kameraperspektive", sagt RockPaperShotgun.

    "Das ist eine Schande, denn abseits der Mängel habe ich es wirklich geliebt, diese wundervoll gestaltete Welt zu erkunden. Dieser Mini-'Hitman' ist smart gekleidet, trägt die richtige Munition mit sich und zielt definitiv hoch, er scheitert nur etwas bei der Exekution", so IGN. (zw, 1.6.2017)

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      bild: tokyo 42
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