13 Tote bei Absturz eines türkischen Militärhubschraubers

31. Mai 2017, 22:24
4 Postings

Fluggerät verfing sich in Hochspannungsleitung

Ankara – Bei dem Absturz eines Militärhubschraubers sind in der südosttürkischen Provinz Sirnak alle 13 Soldaten an Bord ums Leben gekommen. Der Hubschrauber habe sich nach ersten Erkenntnissen am Mittwochabend kurz nach dem Start in einer Hochspannungsleitung verfangen und sei abgestürzt, teilten die türkischen Streitkräfte mit.

Im Südosten der Türkei ist die Militärpräsenz hoch. Die Armee geht dort gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vor. Erst im April war in der Osttürkei ein Polizeihubschrauber abgestürzt. Damals starben zwölf Menschen.

Fünf Tote bei Gefechten zwischen Armee und PKK in Südosttürkei

Bei Gefechten zwischen türkischen Sicherheitskräften und der PKK sind in der Provinz Diyarbakir fünf Menschen getötet worden. Dabei handle es sich um drei Soldaten und zwei PKK-Kämpfer, berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Mittwoch. Zwei Sicherheitskräfte seien zudem verletzt worden.

Seit drei Tagen geht die Armee in der Provinz Diyarbakir in einer Offensive gegen die PKK vor. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, das Militär operiere in sechs Bezirken der südosttürkischen Provinz. Mehr als 10.000 Sicherheitskräfte würden dafür eingesetzt.

In den nordirakischen Kandil-Bergen – dem Hauptquartier der Organisation – flog die türkische Armee nach Angaben von DHA zudem Luftschläge. Ein Waffenstillstand zwischen der türkischen Regierung und PKK war im Juli 2015 gescheitert. Seitdem eskaliert der Konflikt erneut. (APA, 31.5.2017)

    Share if you care.