Brasilianischer Konzern stimmt Rekordzahlung wegen Korruption zu

31. Mai 2017, 20:10
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2,9 Milliarden Euro über die nächsten 25 Jahre – Unternehmen spielt auch Rolle in Skandal um Präsident Temer

Brasilia – Der brasilianische Konzern J&F hat einer Rekordzahlung zugestimmt, um der Strafverfolgung wegen Bestechung zu entgehen. Umgerechnet knapp 2,9 Mrd. Euro will das Unternehmen ratenweise über die kommenden 25 Jahre zahlen, wie die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Brasilia mitteilte.

Die fertig ausgehandelte Vereinbarung solle in den kommenden Tagen unterzeichnet werden. Es handelt sich den Angaben zufolge um den weltweit größten derartigen Vergleich.

Ermittlungsverfahren

J&F ist der Mutterkonzern des weltgrößten Fleischlieferanten JBS und der populären Flip-Flop-Marke Havaianas. Gegen den Konzern und seine Tochterunternehmen laufen derzeit noch mehrere Ermittlungsverfahren wegen Korruptionsdelikten.

Der J&F-Konzern spielt auch eine zentrale Rolle in dem Korruptionsskandal um Brasiliens Präsidenten Michel Temer. Ermittler verdächtigen Temer, Schweigegeldzahlungen von Konzernchef Joesley Batista an einen bereits inhaftierten Politiker zugestimmt zu haben. Temer steht wegen der Korruptionsvorwürfe massiv unter Druck, lehnt einen Rücktritt aber ab. (APA, 31.5.2017)

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