Kein Treffen Kerns mit Juncker in Berlin

31. Mai 2017, 14:50
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Der Bundeskanzler sagt eine für Donnerstag geplante Reise nach Berlin ab – und macht dafür die ÖVP verantwortlich

Wien – Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) sagt eine für Donnerstag geplante Reise nach Berlin ab. Kern hätte zusammen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beim "WDR Europaforum" über die Zukunft der EU sprechen sollen. Auch ein bilaterales Treffen von Juncker und Kern war geplant.

Der Grund für die Absage sei die dringende Lösung des Beschäftigungsbonus, hieß es. Die SPÖ will diese Arbeitsmarkttregelung, mit der die Lohnnebenkosten für zusätzliche Beschäftigte ab Juli für die Dauer von drei Jahren gefördert werden sollen, rasch umsetzen und sieht sich von der ÖVP blockiert. Rund 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze sollen dadurch entstehen.

Leichtfried spricht beim Europaforum statt dem Kanzler

Die Rede beim Europaforum in Berlin unter dem Titel "Kerneuropa als bessere Alternative?" hält laut Programm nun Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ). Auf der Gästeliste stehen außerdem SPD-Chef Martin Schulz und EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat ebenfalls abgesagt.

Im Anschluss an Berlin wollte Kern zum Wirtschaftsforum in St. Petersburg reisen. Diese Reise findet statt, sagte Kerns Sprecher Nikolai Moser. Dort trifft Kern mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen. (APA, 31.5.2017)

  • Kern will mit der ÖVP über den Beschäftigungsbonus verhandeln und verzichtet dafür auf ein Treffen mit Kommissionspräsident Juncker.
    foto: apa/punz

    Kern will mit der ÖVP über den Beschäftigungsbonus verhandeln und verzichtet dafür auf ein Treffen mit Kommissionspräsident Juncker.

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