Wer die größten und kleinsten Bezieher von Agrarförderungen sind

31. Mai 2017, 13:13
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508 Betriebe erhielten mehr als 100.000 Euro, manche weniger als zehn, einer nur 0,01 Euro. Auch bekannte Wirtschaftslenker profitieren

Wien – Die Anzahl der heimischen Großbezieher von EU-Agrarförderungen hat sich im vergangenen Jahr nahezu halbiert. 508 Betriebe, Vereine und andere Institutionen, etwa Stiftungen, erhielten im Wirtschaftsjahr 2016 (Oktober 2015 bis Oktober 2016) mehr als 100.000 Euro an EU-Agrarförderungen. Im Jahr 2015 waren es noch 967.

Die höchste Fördersumme ging laut der am Dienstag aktualisierten Transparenzdatenbank an den Salzburger Nationalparkfonds mit 5,36 Millionen Euro für "Basisdienstleistungen und Dorferneuerung in ländlichen Gebieten". Die zweithöchste Förderung erhielt die Erzeugergemeinschaft Obst-Partner Steiermark mit 2,76 Millionen, gefolgt von der Agrarmarkt Austria Marketing (2,26 Millionen), LGV-Frischgemüse Wien (1,82 Millionen), Ländliches Fortbildungsinstitut (1,66 Millionen), Biene Österreich Imkerverband (1,62 Millionen), Österreich Wein-Marketing (1,42 Millionen) und Gemüseerzeugerorganisation Ostösterreich (1,27 Millionen).

Als erster landwirtschaftlicher Betrieb scheint die Stiftung-Liechtenstein-Zweigniederlassung Wilfersdorf Gut und Forstbetrieb mit 1,14 Millionen Euro in der Datenbank auf. Insgesamt verzeichnet sie 31 Stiftungen als Bezieher von Agrarförderungen. Hohe Förderungen erhielten auch die Domänen-Privatstiftung (219.770 Euro) und die F. E. Familien-Privatstiftung Eisenstadt (190.438 Euro).

Auch Wirtschaftslenker werden bedacht

Weniger als 10.000 Euro Agrarförderung gab es für 63.622 Betriebe, weniger als 1.000 Euro für 9.525 Bauern und weniger als zehn Euro für 51 Landwirte. Ein Bauer in Amstetten erhielt sogar nur 0,01 Euro Förderung.

Auch bekannte Wirtschaftslenker erhielten 2016 eine Agrarförderung. Die Dietrich Mateschitz KG des Red-Bull-Gründers erhielt 5.369 Euro, davon 903,76 Euro für Kleinerzeugerregelung, 1.220,64 Euro für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen und 3.244,25 Euro für aus naturbedingten oder anderen spezifischen Gründen benachteiligte Gebiete. Die Kommanditgesellschaft hält als Gesellschafter 70 Prozent an der Fuschler Nahwärme GmbH und als Kommanditist an der DM Kittenberg KG (Anteil: 1.000 Euro) und an der Forst Authal GmbH & Co KG (Anteil: acht Millionen Euro). (APA, 31.5.2017)

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  • Zu den üppig Geförderten zählt Mateschitz nicht, doch mancher Bauer bekam noch sehr viel weniger.
    foto: apa/afp/robert michael

    Zu den üppig Geförderten zählt Mateschitz nicht, doch mancher Bauer bekam noch sehr viel weniger.

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