Schwangere Soldatinnen: Deutsche Bundeswehr testet Umstandsuniform

    31. Mai 2017, 13:12
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    Österreichische Soldatinnen lehnten entsprechenden Vorschlag ab – Eigene Kleidung für Schwangere in anderen Armeen bereits üblich

    Würzburg/Wien – Die deutsche Bundeswehr testet zurzeit besondere Uniformen für Schwangere. Weibliche Angehörige des österreichischen Bundesheers haben sich zuletzt in einer Umfrage gegen einen entsprechenden Vorschlag ausgesprochen.

    Bisher mussten deutsche Soldatinnen Zivilkleidung tragen, sobald die herkömmliche Uniform nicht mehr über den Babybauch passte. Eine eigene Kleidung für Schwangere sei in anderen Armeen, etwa jenen der USA und der Niederlande, bereits üblich.

    60 Frauen testen Umstandsuniform

    Rund zwei Prozent der insgesamt 20.000 deutschen Soldatinnen sind nach Angaben der Bundeswehr aktuell schwanger. An dem "Trageversuch" genannten Test nehmen 60 Soldatinnen teil. Sie sollen Passform und Tragekomfort der Umstandsvariante von Dienstanzügen und Feldbekleidung beurteilen. In einem Jahr soll die Umstandsuniform flächendeckend eingeführt werden.

    In Österreich gab es vor kurzem ebenfalls entsprechende Überlegungen, sagte Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium der APA. Dafür wurde eine für die rund 350 Soldatinnen repräsentative Umfrage durchgeführt. "Die Soldatinnen wollten das nicht", sagt Bauer. Da die Uniformblusen ohnehin weit geschnitten seien, könne man sich damit behelfen und diese auch ein, zwei Nummern größer wählen. (APA, 31.5.2017)

    • An dem "Trageversuch" genannten Test für Dienstanzüge und Feldbekleidung nehmen 60 deutsche Soldatinnen teil.
      foto: imago/rüdiger wölk

      An dem "Trageversuch" genannten Test für Dienstanzüge und Feldbekleidung nehmen 60 deutsche Soldatinnen teil.

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