Zwei Bergsteiger kamen in Salzburgs Bergen ums Leben

31. Mai 2017, 16:20
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Tiroler wurde Mittwochvormittag in Leoganger Steinbergen tot geborgen – Suche nach Oberösterreicher auf dem Untersberg ging weiter

Grödig/Leogang – In Salzburgs Bergen sind am Dienstag zwei Bergsteiger bei Alpinunfällen ums Leben gekommen. Im Pinzgau verunglückte ein 28-Jähriger Tiroler im Bereich des Einstiegs zum Klettersteig Leogang Süd tödlich, und auf dem Untersberg starb ein 46-jähriger Oberösterreicher am Dopplersteig nach einem Absturz. Nach beiden Alpinisten war in der Nacht und am Mittwoch bei großen Aktionen gesucht worden.

Bereits am Dienstag in den Mittagsstunden hatte ein 46-Jähriger aus dem Attergau das Rote Kreuz via Notruf alarmiert und von seinem Absturz auf dem Untersberg berichtet. Die Verbindung war allerdings schlecht und brach schließlich ab. Der nicht ortskundige Mann, der offenbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist war, machte nur vage Angaben über die Absturzstelle. Er erklärte, dass er verletzt sei.

Stundenlange Suche

Rund 25 Salzburger Bergretter sowie etwa zehn Mitglieder der bayerischen Bergwacht machten sich mit Unterstützung der Alpinpolizei und jeweils einem Polizeihubschrauber aus Salzburg und Deutschland auf die Suche nach dem Vermissten. Sämtliche vermuteten Wege wurden noch am Dienstag abgesucht, hieß es von den Helfern.

Die Suche musste dann wegen eines Gewitters unterbrochen werden, wurde aber am späteren Abend noch einmal gestartet. Sie dauerte bis etwa 2.00 Uhr und wurde am Mittwoch nach einer Lagebesprechung um etwa 8.00 Uhr wieder aufgenommen. Rund 40 Salzburger Bergretter sowie Mitglieder der bayerischen Bergwacht suchten erneut nach dem Vermissten.

Nach 14.00 Uhr entdeckte dann eine sechsköpfige Gruppe der Bergrettung den Abgängigen tot in der Nähe des sogenannten Grödiger Törls im Bereich des Dopplersteigs. Der Oberösterreicher hatte die Nacht mit seinen Verletzungen auf dem Berg nicht überlebt. Ein Polizeihubschrauber barg die Leiche und flog sie ins Tal.

Suche bis in die Nacht

Im Pinzgau wollte Dienstag früh ein 28-Jähriger aus dem Raum Pillersee im Tiroler Unterland zu einer Tour auf das Birnhorn (2.634 Meter) in den Leoganger Steinbergen aufrechen. Als er in den Abendstunden immer noch nicht zurückgekommen war, machte sich seine Schwester auf die Suche und entdeckte das Fahrzeug des Bruders auf dem Parkplatz beim Aufstieg zum Birnhorn. Sie verständigte daraufhin die Polizei, die eine Suchaktion der Bergrettung auslöste. Diese dauerte bis etwa 2.00 Uhr an, ehe sie wegen der Dunkelheit und der damit verbundenen Absturzgefahr abgebrochen wurde.

Teilweise liege oben noch Schnee, die Suche sei einfach zu gefährlich geworden, sagte Bergrettungs-Sprecherin Maria Riedler.

Am Mittwoch wurde um 6.00 Uhr neuerlich mit der Suche nach dem Vermissten begonnen. Die Handyortung blieb ohne Erfolg, doch mit Hilfe des Laptops des Abgängigen konnte dessen Mobiltelefon geortet und die Leiche des Tirolers gegen 11.00 Uhr gefunden werden. Der 28-Jährige lag in einem völlig anderen Bereich, als gestern vermutet und auch gesucht worden war. Die Bergrettung nimmt an, dass er seine Pläne kurzfristig geändert hatte. Die Leiche wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert. (APA, 31.5.2017)

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