Unwetter: Überflutungen in Tulln und Gmunden, Brände in Tirol

31. Mai 2017, 18:12
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Bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter gingen innerhalb einer halben Stunde in Niederösterreich nieder

Gmunden/Schörfling/Jenbach/Erpfendorf/Tulln – Mittwochnachmittag setzte Starkregen im Bezirk Tulln Häuser und Keller unter Wasser. "Hotspots" waren dem Sprecher zufolge die Gemeinden Atzenbrugg, Michelhausen, Sitzenberg-Reidling und Würmla. Resperger berichtete von "dutzenden Kellern" die überflutet wurden. Bis zu 80 Liter pro Quadratmeter in einer halben Stunde seien niedergegangen.

foto: apa/bfkdo tulln/stefan öllerer
Der starke Regen führte im Bezirk Tulln zu Vermurungen.

Straßen wurden vermurt, sagte der Sprecher. Äcker standen unter Wasser. 25 Feuerwehren waren mit 430 Mann und Großpumpen im Einsatz. Auch im Bezirk St. Pölten gab es einige Unwettereinsätze. Man ging davon aus, dass die Auspump- und Reinigungsarbeiten "die ganze Nacht dauern" würden. Die B1 blieb wegen der Feuerwehreinsätze in einigen Bereichen gesperrt.

foto: apa/bfkdo tulln/stefan öllerer
Zahlreiche Straßen standen in dem niederösterreichischen Bezirk unter Wasser.

Schäden im Salzkammergut

Schon in der Nacht auf Mittwoch hatten Gewitter vor allem im oberösterreichischen Salzkammergut Schäden angerichtet. Laut Landesfeuerwehrkommando standen rund 60 Feuerwehren im Einsatz.

Besonders betroffen waren die Bezirksstadt Gmunden und ihre Umgebung. Zahlreiche Straßen wurden überflutet, in der Innenstadt sogar so stark, dass sie vorübergehend gesperrt wurden. Auch etliche Keller von Wohnhäusern mussten leergepumpt werden.

Blitz schlägt in Bauernhof ein

In Schörfling am Attersee im Bezirk Vöcklabruck schlug ein Blitz in einen Bauernhof ein und löste einen Brand aus. Die örtliche Feuerwehr war besonders schnell am Einsatzort – sie hatte zum Zeitpunkt des Alarms gerade eine Kommandositzung. Aber sie konnte nicht verhindern, dass vom Wirtschaftstrakt nicht mehr viel zu retten war.

Auch in anderen Gemeinden im Alpenvorland gab es durch das Gewitter ausgelöste kleinere Feuerwehreinsätze. Gegen Mitternacht konnten die Helfer wieder einrücken. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Waldbrände in Tirol

In Tirol lösten Blitzschläge am Dienstag zwei Waldbrände aus. In Jenbach (Bezirk Schwaz) geriet eine Fläche von 300 Quadratmetern in Brand, auch in Erpfendorf (Bezirk Kitzbühel) waren die Feuerwehren im Großeinsatz. Die Höhe der Sachschäden war vorerst nicht bekannt.

Der Blitzschlag in Jenbach hatte sich gegen 16.30 Uhr ereignet. Die Feuerwehren Jenbach, Stans, Schwaz und Wiesing waren mit rund 50 Mann im Einsatz, die Bergrettung Schwaz mit zehn Mann. Auch ein Hubschrauber des Innenministeriums wurde herangezogen.

In Erpfendorf brach gegen 19 Uhr rund 500 Meter unterhalb des Hefferthorns in unwegsamem Gelände ein Waldbrand aus. Gegen 21.30 Uhr konnte er von der Feuerwehr Erpfendorf mit Unterstützung des Feuerwehr-Flugdiensts des Bezirks Kitzbühel und der Feuerwehren Kössen, Kirchberg und Brixen im Thale gelöscht werden. Insgesamt befanden sich 55 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen im Löscheinsatz. (APA, 31.5.2017)

  • Überflutete Straßen in Gmunden.
    foto: apa/wolfgang spitzbart

    Überflutete Straßen in Gmunden.

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