Polizei: Attentäter von Manchester handelte weitgehend alleine

31. Mai 2017, 06:16
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Zweifel an größerem Terrornetzwerk

London – Nach dem Anschlag von Manchester hegen die Ermittler Zweifel, ob der Selbstmordattentäter von einem größeren Terrornetzwerk unterstützt wurde. Das sei zwar nach wie vor nicht auszuschließen, der 22-jährige Salman Abedi habe sich die meisten Bauteile für seinen Sprengsatz aber nachweislich selbst besorgt, sagte Russ Jackson von der Anti-Terror-Polizei. In der Zeit von seiner Einreise vier Tage vor der Tat bis zum Anschlag habe Abedi "viele Bewegungen und Handlungen alleine vorgenommen".

Der Attentäter hatte am Montag vergangener Woche 22 Menschen nach einem Konzert des US-Popstars Ariana Grande in den Tod gerissen. Die Polizei vermutete anschließend ein Terrornetzwerk hinter der Tat. Die Jihadistengruppe "Islamischer Staat" reklamierte den Anschlag für sich.

Elf Verdächtige weiter in Haft

Drei Verdächtige wurden am Dienstag wieder freigelassen. Gegen die Männer im Alter von 20, 24 und 37 Jahren wird nach Polizeiangaben nicht weiter ermittelt. Elf Verdächtige befinden sich noch in Polizeigewahrsam.

Unterdessen suchen die Ermittler weiter nach einem blauen Koffer, mit dem der Attentäter auf Überwachungsbildern wenige Stunden vor der Tat zu sehen sein soll. Das Gepäckstück sei zwar nicht bei dem Anschlag benutzt worden, für die Ermittler aber von Interesse, hatte Jackson erklärt. Nach dem Sprengstoffanschlag waren Reste eines Rucksacks am Tatort gefunden worden. (APA, 31.5.2017)

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