Antwort auf AMD: Intel stellt 18-Kern-Prozessor vor

30. Mai 2017, 13:40
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Core i9-7980XE zieht gegen "Threadripper"-CPU des Konkurrenten ins Feld

Mit seinen neuen "Ryzen"-Prozessoren hat sich der Chiphersteller AMD drauf und dran gemacht, verlorenen Boden auf seinen großen Konkurrenten Intel gut zu machen. Als weitere Ausdehnung der Reihe nach oben wurden zuletzt zwei CPUs mit dem Beinamen "Threadripper" vorgestellt. Bis zu 16 Kerne und 32 Threads liefern die Modelle Ryzen 9-1998 und 1998X.

Die Antwort hat Intel nun postwendend auf der Computex präsentiert. Basierend auf der "Skylake-X"-Architektur siedelt man oberhalb der bisherigen Desktop-Flaggschiffe der Core-i7-Reihe nun den Core-i9 an. Das stärkste Modell, der i9-7980XE, beherbergt 18 Rechenkerne.

Verbesserter Boost, größerer L2-Cache

Mehr als einen Teraflop an Rechenleistung soll der Prozessor erbringen und schluckt dafür bis zu 165 Watt. Er nutzt den X299-Chipsatz und setzt auf dem LGA2066-Sockel auf, mit dem auch die ebenfalls neuen "Kaby Lake-X"-CPUs kompatibel sind. Im Gegensatz zu diesen kann der Core-i9 allerdings vier DDR4-Speicherkanäle und bis zu 44 PCIe-Lanes ansprechen, fasst Heise zusammen.

"Skylake-X" erhält auch einen aufgewerteten Boost, der nun zwei statt einem Kern kurzfristig hochtakten kann. Der L2-Cache wurde von 256 Kilobyte auf einen Megabyte pro Kern vergrößert, der L3-Cache von zwei auf 1,375 Megabyte verkleinert.

Core i9 ab 1.000 Dollar

Der günstigste Chip mit der neuen Architektur ist der Core i7-7800X mit sechs Kernen und zwölf Threads, dessen Preis mit 389 Dollar angegeben wird. Der Einstieg in die i9-Reihe bildet der 7900X um 999 Dollar. Das Spitzenmodell 7980XE schlägt mit 1.999 Dollar zu Buche. Die Stückpreise beziehen sich allerdings auf Liefermengen von 1.000 Chips.

Neu im Programm sind auch der Core i5- 7640X und Core i7-7740X um 242 bzw. 339 Dollar. Sie basieren auf "Kaby Lake-X". (red, 30.05.2017)

  • Mit dem Core i9 erweitert Intel sein Angebot an Desktop-CPUs.
    foto: intel

    Mit dem Core i9 erweitert Intel sein Angebot an Desktop-CPUs.

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