Drogerieprodukte: Wiener zahlen drauf

30. Mai 2017, 11:30
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Die Arbeiterkammer hat gleiche Produkte vom gleichen Hersteller getestet. Fazit: In Wien liegen die Preise deutlich höher als in München

Wien Für ein und dasselbe Drogerieprodukt muss man in Wien noch immer tiefer ins Geldbörsel greifen als München. Im Schnitt sind Drogeriewaren hierzulande um rund 43 Prozent teurer als im Nachbarland, zeigt der aktuelle Preismonitor der Arbeiterkammer (AK). Getestet wurden in den beiden Städten 127 idente Drogerieprodukte in insgesamt 15 Super- und Drogeriemärkten.

Konkret: Ein Einkaufskorb mit 127 identen Drogeriewaren kostet in München durchschnittlich 374,37 Euro, in Wien 536,93 Euro. Fast alle verglichenen Waren (123 der 127) seien in Wien im Schnitt teurer als in München. Bloß vier Produkte sind in Wien günstiger, heißt es in einer Aussendung.

Fünf Beispiele

In Wien verlangen die Supermärkte für Drogeriewaren um durchschnittlich 23 Prozent mehr als die Drogeriemärkte. In München kosten die Drogeriewaren in Supermärkten laut Aussendung im Schnitt um rund sechs Prozent mehr als in Drogeriemärkten.

Zum Preismonitor selbst: Die Arbeiterkammer hat Anfang Mai die Preise von 127 identen Reinigungs-, Körperpflege-, Hygieneartikel und Babynahrung erhoben. Aktionspreise wurden berücksichtigt, sofern sie für alle KonsumentInnen gelten und nicht an Bedingungen wie Mindestabnahmemengen oder Kundenkarten gebunden sind. Erhoben wurde in vier Supermärkten in Wien (Billa, Merkur, Spar, Eurospar) und in fünf in München (Edeka, Rewe, Kaufland, Real, Hit) sowie in drei Drogeriemärkten in Wien (dm, Bipa, Müller) und in München (dm, Müller, Rossmann). Die Umsatzsteuer beträgt bei uns 20, in Deutschland 19 Prozent. (red, 30.5.2017)

  • Gleicher Hersteller, gleiches Produkt – und doch unterschiedliche Preise.
    foto: istock

    Gleicher Hersteller, gleiches Produkt – und doch unterschiedliche Preise.

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