Südkorea und USA üben nach Raketentest mit Langstreckenbomber

    30. Mai 2017, 09:34
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    Übung mit B-1B nach Pjöngjangs Abschuss modifizierter Scud-Kurzstreckenrakete am Montag

    Seoul – Nach dem nordkoreanischen Raketentest verschärfen sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Südkorea bestätigte am Dienstag eine gemeinsame Übung mit den USA mit einem US-Langstreckenbomber des Typs B-1B. Nordkoreanische Medien hatten zuvor berichtet, die USA übten den Abwurf von Atomwaffen auf das kommunistische Land. Der Überschall-Bomber kann eine noch deutlich höhere Bombenlast transportieren als die B-52-Langstreckenbomber. Sie wurden nach US-Angaben für konventionelle Angriffe umgerüstet und können keine Atomwaffen abwerfen.

    Nordkorea warf den USA am Dienstag militärische Provokation vor. Die USA hätten die Bomber von ihrer Pazifikinsel Guam geschickt, um "erneut eine Übung für den Abwurf von Atombomben durchzuführen", hieß es in den Staatsmedien.

    Der Abschuss einer modifizierten Scud-Kurzstreckenrakete am Montag war nur der jüngste Raketentest in einer ganzen Serie über die vergangenen Monate. Mit Dutzenden Raketen- und zwei Atomwaffentests seit Anfang vergangenen Jahres hat Nordkorea wiederholt gegen UN-Resolutionen verstoßen. Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump Nordkorea beim G7-Gipfel in Italien als "Weltproblem" bezeichnet, das gelöst werde. (Reuters, APA, 30.5.2017)

    • B1 bei der ILA 2016 in Berlin-Schönefeld
      foto: reuters/hannibal hanschke

      B1 bei der ILA 2016 in Berlin-Schönefeld

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