Inseratengeld

Einserkastl29. Mai 2017, 18:20
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Die Millionensummern sichern der SPÖ keine Exklusivrechte in den Massenblättern

Gut angelegtes (Steuer-)Geld. Das dachte sich vor allem die SPÖ, die über Kanzleramt, "ihre" Ministerien, die Gemeinde Wien etc. die drei Massenblätter Krone, Österreich und Heute mit Inseraten verwöhnt. Das fiel und fällt manchem auf, natürlich der Konkurrenz, aber auch Leuten, die sich nicht und nicht an manche österreichischen Sitten gewöhnen wollen. Michael R. Kogler etwa, stellvertretender Leiter der Medienabteilung des Verfassungsdiensts im Kanzleramt, schrieb 2016 in einer juristischen Fachzeitschrift: "Der Inhalt vieler Inserate erweckt jedenfalls den Eindruck, als habe man zuerst die Schaltung eines Inserats beauftragt und erst danach noch nach einer Tatsache gesucht, deren Beschreibung zur ,Tarnung' als Sachinformation gemeinsam mit wohldosierter Imagewerbung den schon gekauften Platz des Inserats füllen könnte." Der Wiener grüne Klubchef David Ellensohn sprach sich sogar für eine Begrenzung der Wien-Werbung auf 1,5 Millionen Euro pro Massenblatt aus.

Doch die Millionensummen sichern der SPÖ ohnehin keine Exklusivrechte. Letztes Wochenende zeigten dies Krone und Österreich mit wahren Sebastian-Kurz-Festspielen. Krone-Aufmacher: "Der schlaue Plan von Sebastian Kurz"; Österreich: "Kurz: Sein Kanzlerplan". Der neue ÖVP-Chef hatte ein APA-Interview gegeben, in dem er sagte, dass er alles anders machen werde. Details dann im September. (Hans Rauscher, 29.5.2017)

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