Chronischer Schlafmangel kann Synapsen aufzehren

30. Mai 2017, 10:00
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Forscher entdecken bei Mäusen eine weitere dramatische Folge unzureichender Nachtruhe

Madison – Wer zu wenig schläft, muss mit etlichen negativen Folgen rechnen: Schlafmangel sorgt unter anderem dafür, dass wir anfälliger für Krankheiten werden, da unser Immunsystem schlechter funktioniert. Zudem setzt er unsere geistige Leistungsfähigkeit herab und macht, wie eine Studie jüngst zeigte, unattraktiv und unbeliebt.

Forscher um Michele Bellesi (University of Wisconsin) berichten im "Journal of Neuroscience" von einer weiteren unangenehmen Nebenwirkung, die sie zumindest an Mäusen diagnostizieren konnten: Zu wenig Schlaf kann auch das Gehirn schädigen. Konkret fanden sie heraus, dass jener im Schlaf aktivierte Reinigungsmechanismus im Gehirn bei zu wenig Nachtruhe auf Hyperantrieb gestellt wird und Synapsenverbindungen auflöst.

Der neue Befund könnte auch einen Hinweis darauf geben, warum chronischer Schlafmangel letztlich auch das Risiko für neurodegenerativen Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer erhöhen kann, wie bereits in früheren Studien diagnostiziert wurde. (tasch, 29.5.2017)

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