Internet-Traffic: Facebook liefert Lifestyle, Google Jobs

    29. Mai 2017, 16:08
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    Beide Unternehmen spielen eine zentrale Rolle für Nutzer beim Finden von Inhalten

    Wer im Netz einen Zeitungsbericht liest, in einem Rezept schmökert oder ein Jobangebot sichtet, hat die jeweilige Seite in der Regel nicht direkt aufgerufen, sondern sie über einen Link erreicht. Im Netz dominieren mittlerweile zwei große "Wegweise", die Nutzer auf verschiedene Angebote verweisen: Das soziale Netzwerk Facebook und die Suchmaschine Google.

    Beide spielen mittlerweile eine dominante Rolle bei der Verteilung des Online-Traffics. Weil viele Medien und Webportale ihre für den Nutzer kostenlosen Dienste mit Werbeeinblendungen finanzieren, bedeutet dies eine nicht zu unterschätzende Macht für die zwei Anbieter.

    Unterschiede

    Bei der Nutzung zeigen sich aber deutliche Unterschiede, wie nun eine Infografik von Statista zeigt. Diese basiert auf einer Referral-Auswertung für über zehn Millionen englischsprachige Seiten im Netz, deren Thema sich genau zuordnen ließ. Bei einigen Themen zeigte sich ein deutlicher Überhang für Google oder Facebook.

    foto: statista

    Lifestyle und Politik, Technologie und Jobs

    Geht es etwa um Lifestyle, so ist Facebook eine besonders erfolgreiche "Linkschleuder". 87 Prozent aller Besucher entsprechender Artikel wurden von Mark Zuckerbergs Netzwerk an selbigen verwiesen. Nur sieben Prozent folgten einem Google-Suchergebnis. Sechs Prozent kamen von einer anderen Quelle. Auch bei Veranstaltungen, Unterhaltung, US-Politik und Bildungsthemen ist der Facebook-Überhang sehr deutlich.

    In etwa die Waage halten sich beide bei Themen der nationalen Sicherheit, Weltwirtschaft sowie lokalpolitischen Belangen. Wer sich über Technologie, Sport oder Dinge aus dem Themenkreis "Business und Finanzen" informiert, nutzt in der Regel Google. Sehr deutlich dominiert die Suchmaschine beim Aufruf von Jobangeboten. Hier fanden 84 Prozent der Besucher über Google ans Ziel, nur zwölf Prozent per Facebook. Andere Referrer sind mit vier Prozent vergleichsweise irrelevant. (red, 29.05.2017)

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