Trainer Jochen Fallmann vor Verlängerung bei SKN St. Pölten

29. Mai 2017, 14:07
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Unterstützung durch Sportdirektor Schinkels

Wien – Nach dem geschafften Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga dürfte Jochen Fallmann weiterhin Trainer des SKN St. Pölten bleiben. Zwar hätte sich der Vertrag des 39-Jährigen nur bei einer Endplatzierung von Rang acht aufwärts automatisch verlängert, dennoch wird der Tabellenneunte wohl weiterhin auf den Nachfolger von Karl Daxbacher setzen.

Darauf ließ am Sonntag zumindest der Auftritt von Sportdirektor Frenkie Schinkels schließen. Der Ex-Austria-Trainer schnappte sich blendend gelaunt während der Pressekonferenz im Allianz Stadion nach dem 2:1 von Rapid über St. Pölten das Mikrofon und meinte: "Wir wollen als Verein unbedingt mit Fallmann weitermachen. Er hatte großen Anteil am Klassenerhalt."

Schinkels ist in dieser Angelegenheit allerdings nicht zeichnungsberechtigt – die Entscheidungsgewalt liegt bei Manager Andreas Blumauer, der vorerst nicht erreichbar war. Fallmann hofft auf eine positive Rückmeldung Blumauers. "Ich bin mit Leib und Seele Trainer dieses Vereins", sagte der Coach.

Der Niederösterreicher beendete seine Spielerkarriere bei den Niederösterreichern und startete 2013 bei den Amateuren des Clubs auch seine Trainerlaufbahn, im vergangenen Oktober übernahm er die Profis. In den kommenden Tagen soll Klarheit darüber bestehen, ob er seinen Job behält. "Von Vereinsseite ist das Signal gekommen, dass sie gern mit mir weitermachen wollen", erzählte Fallmann und ergänzte: "Von meiner Seite aus ist es nur Formsache."

Spürbare Freude

Beim früheren ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler war die Freude über den Liga-Verbleib deutlich spürbar. "Es war noch nie so schön nach einer Niederlage. Ich möchte mich bei meinen Jungs bedanken, sie haben alles rausgehaut", erklärte Fallmann und bedankte sich auch beim SV Mattersburg, der mit einem 3:2 in Ried den Klassenerhalt der Niederösterreicher erst ermöglichte.

Der Erfolg der Burgenländer war erst einige Minuten nach dem Schlusspfiff in Wien besiegelt – bis dahin standen die SKN-Kicker mit banger Miene auf dem Rasen des Allianz Stadions, ehe die erlösende Nachricht aus Ried kam. "Die Erleichterung war dann unglaublich groß, als wir das Ergebnis gehört haben", gab Fallmann zu.

Geht es nach dem Trainer, dann soll der Vorjahres-Aufsteiger in der kommenden Saison nicht mehr bis zur letzten Runde zittern müssen. "Die Mannschaft hat einen sehr guten Kern und kann mit der einen oder anderen Veränderung in der Liga sicher reüssieren."

An die Rieder und deren Trainer Lassaad Chabbi richtete Fallmann tröstende Worte. "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Chabbi (Anm.: Ried-Trainer), weiß, wie es ihm geht, bin aber sicher, dass er nächste Saison mit Ried zurückkehrt und übernächste Saison wieder gegen St. Pölten in der Bundesliga spielt."

Dieser Ansicht schloss sich auch Rapid-Trainer Goran Djuricin an. "Die Rieder werden gleich wieder aufsteigen, weil Chabbi dort gute Arbeit leistet", sagte der Wiener, der im Moment gemeinsam mit Fallmann und Chabbi den Trainerkurs für die UEFA-Pro-Lizenz absolviert. (APA; 29.5.2017)

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