Erstmals Lebendspende-Niere mit Roboter in Österreich entnommen

29. Mai 2017, 13:56
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Neue Methode bei Organentnahme im AKH Wien: In geeigneten Situationen sollen Roboter auch in Zukunft zum Einsatz kommen

Wien – Zum ersten Mal sind in Österreich zwei gesunden Nierenspendern die Organe mit Hilfe eines Operationsroboters entnommen worden. Der Eingriff erfolgte im Mai im Rahmen des Lebendspende-Transplantations-Programms im AKH Wien. Den Spendern und Empfängern gehe es gut, die Nierentransplantate haben ihre Funktion sofort aufgenommen.

Weltweit sind bisher knapp mehr als 700 Eingriffe dieser Art beschrieben. Der überwiegende Anteil davon wurde in drei amerikanischen Zentren vorgenommen. Nun führte ein Operationsteam unter der Leitung von Andreas Salat, Universitätsklinik für Chirurgie des AKH Wien und der MedUni Wien, die Entnahmen komplikationslos durch und wird auch in Zukunft in geeigneten Situationen den Roboter zum Einsatz bringen.

Vorteil des Roboters

"Bei solchen Eingriffen darf einfach nichts passieren", meinte Salat, "und es ist zu vermuten, dass speziell bei komplexen Gefäßsituationen der Roboter einen Vorteil darstellt und damit den Spendern noch mehr Sicherheit bietet". Außerdem könnte der Roboter in Zukunft auch krankhaft fettleibigen, aber sonst gesunden Menschen die Möglichkeit eröffnen, ihre Niere einem Angehörigen oder einer Angehörigen zu spenden.

Die Klinische Abteilung für Transplantation der Universitätsklinik für Chirurgie bietet die Nierenentnahme mittels Knopflochchirurgie seit vielen Jahren an und kann mit etwa 35 Eingriffen pro Jahr nach eigenen Angaben auf die größte Expertise in Österreich verweisen. Die Weiterentwicklung dieser Technik durch den Einsatz des Operationsroboters DaVinci könnte die derzeit etwa 95-prozentige Rate der mittels Knopflochchirurgie erfolgreich durchgeführten Nierenentnahmen noch weiter erhöhen. (APA, 29.5.2017)

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