Jede dritte Firma sieht keinen Investitionsbedarf für Digitalisierung

29. Mai 2017, 13:00
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Obwohl drei Viertel direkte Auswirkungen erwarten – Vor allem Wiener und Niederösterreicher sehen noch keinen Handlungsbedarf

Die österreichischen Unternehmen nehmen die Digitalisierung nur teilweise ernst. Ein Drittel sieht derzeit keine Bedarf für Investitionen, mehr als die Hälfte rechnet mit nur "moderaten Investitionen", ergab eine Umfrage des Kreditschutzverbandes KSV 1870 unter ihren Mitgliedern und Kunden. Dabei gehen drei von vier Firmen davon aus, dass sie die Digitalisierung betreffen wird.

Unterschiede in den Bundesländern

Das Ost-West Gefälle innerhalb Österreichs ist in diesem Punkt besonders groß: Während 92 Prozent der Vorarlberger Firmen erwarten, dass die Digitalisierung ihr Geschäft beeinflussen wird, fühlen sich nur 60 Prozent der Kärntner und nur 70 Prozent der Wiener und Niederösterreicher betroffen. Eventuell hänge das mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen der Vorarlberger Wirtschaftskammer, vermutet man beim KSV. Auch Ricardo-Jose Vybiral, Vorstand der KSV1870 Holding AG mahnt zur Aktivität: "Wir raten allen Unternehmen, sich intensiv mit den Anforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung auseinanderzusetzen".

Das größte Risiko durch die Digitalisierung seien Hacker, meinen die Unternehmen, gefolgt von einem Verlust an Arbeitsplätzen. Fünf Prozent der Befragten fürchten, zum Gläsernen Menschen zu verkommen.

An der Umfrage nahmen 1.000 Firmen teil, davon gut 40 Prozent Kleinstfirmen (unter zwei Mio. Euro Umsatz). (APA, 29.5.2017)

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