Trumpland als Shooter: Sieben Fakten zu "Far Cry 5"

29. Mai 2017, 09:49
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Ubisofts kommendes Open-World-Game ist ein Minimundus des amerikanischen Albtraums

Nach "Far Cry 4" spielt Entwickler Ubisoft Montreal wieder mit dem Feuer: Knechtete im Vorgänger noch ein psychopathischer Diktator ein Volk im Himalaja-Gebirge, terrorisiert nun im gerade angekündigten "Far Cry 5" ein erzkonservativer militarisierter Sektenkult einen fiktiven Landstrich im idyllischen Montana.

Dass dieses Setting ausgerechnet jetzt den verschwurbelten Fatalismus mancher rechtsrechter patriotischer Bewegungen und Waffennarren in den USA aufs Korn nimmt, mag Zufall sein. In Branchenforen wird das Spiel jedoch schon aufgrund des penibel zusammengesetzten Covers als kontemporäre Kontroverse und lautstarke politische Kritik diskutiert. Das letzte Abendmal extremistischer Rednecks? Trumpland als Shooter? Eine Vermutung, die nicht von ungefähr kommt: Laut Kreativdirektor Dan Hay wurde das Setting gewählt, um den aufkommenden Separatismus in den USA widerzuspiegeln und die Abneigung gegenüber dem Staat, die sich nach Terroranschlägen wie dem 11. September 2001 und der Finanzkrise 2008 verstärkt hatte.

Wir haben abseits dieser Fragen noch einige Fakten zum am 27. Februar 2018 für Windows-PC, PS4 und Xbox One erscheinenden Open-World-Game zusammengetragen.

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1) Hassprediger: Antagonist ist ein radikaler Prediger namens Joseph Seed, der sich als Vater und Beschützer von Hope County sieht, das wie die ganze Welt vor dem unausweichlichem Untergang steht. Tatsächlich missbraucht er seinen Kult "Eden's Gate", um die Bürger zu unterjochen und einen Staat im Staat aufzubauen.

2) Rollenverteilung: Spieler schlüpfen in die Rolle eines jungen Sherrifs, der Seed festnehmen soll. Erstmals in der Serie kann man sich aussuchen, ob man dafür in die Rolle eines Mannes oder einer Frau schlüpft.

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3) Midwest-Minimundus: Hope County ist als Minimundus des mittleren Westens ein mit Klischees befüllter, riesiger Spielplatz. Hier treffen Farmer auf Waffenfreaks, einfache Leute, die über die Runden kommen wollen und Fanatiker, die im Staat das Böse sehen. Die Landschaft ist geprägt von Feldern, Wäldern, Bergen und Flüssen, die mit amerikanischen Muscle Cars, Big Rigs, Geländewagen und Boote und sogar Flugzeugen erkundet werden kann. Wie schon in den Vorgängern der Serie wird man Ressourcen sammeln müssen und sich vor wilden Tieren in Acht nehmen, die man teilweise jedoch auch zu seinem Vorteil zähmen können wird.

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4) Waffennarren: Die NRA würde sich in Hope County pudelwohl fühlen: Als Hüter des Gesetzes darf man Pistolen genauso einsetzen wie Maschinengewehre und Raketenwerfer. Im Zweikampf kann man dann auch einmal zur Mistgabel und zum Vorschlaghammer greifen.

5) Dogfights: Spielerisch eine der größten Neuerungen dürften die Luftkämpfe sein. Spieler dürfen sich im Cockpit von Propellermaschinen Schlachten über den Wolken liefern.

6) Zu zweit statt allein: Ebenso interessant ist aus Gameplay-Sicht, dass man die komplette Kampagne im Koop-Modus zu zweit durchspielen können wird. Unterstützt werden allerdings nur Online-Begegnungen, einen Splitscreen gibt es nicht.

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7) Map-Editor: Bereits angekündigt wurde zudem ein Karteneditor für sämtliche Plattformen. Wofür man die eigens kreierten Schauplätze nützen können wird, verrieten die Entwickler bislang allerdings nicht. (Zsolt Wilhelm, 29.5.2017)

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