Salzburg siegt nach Eigentor gegen Altach und feiert Meistertitel

28. Mai 2017, 18:42
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Der Meister sorgte mit 81 Punkten für einen neuen Vereinsrekord – Am Ende 18 Punkte vor der Wiener Austria

Meister Red Bull Salzburg hat die Bundesligasaison am Sonntag mit einem Sieg abgeschlossen und damit für einen neuen Klubrekord gesorgt. Die Salzburger setzten sich gegen Altach 1:0 (1:0) durch und übertrafen mit 81 Punkten die Bestmarke von 80 Punkten aus der Saison 2013/14, damals noch unter Trainer Roger Schmidt.

Die Entscheidung vor 9.500 Zuschauern brachte ein Eigentor von Nikola Zivotic (38.). Die Salzburger bejubelten ihren vierten Titel in Serie, der Vorsprung auf Vizemeister Austria betrug am Ende stolze 18 Punkte.

Neun neue Salzburger in der Startformation

Trainer Oscar Garcia setzte im Hinblick auf das Cupfinale am Donnerstag gegen Rapid auf Rotation. Im Vergleich zum 3:2 bei der Austria rückten gleich neun neue Spieler in die Startformation, darunter erstmals die vom FC Liefering hochgezogenen Youth-League-Gewinner Hannes Wolf und Igor. Neben dem gesperrten Wanderson erhielten auch Paulo Miranda, Andreas Ulmer, Konrad Laimer und Valentino Lazaro eine Pause. Die Kapitänsschleife trug zum Abschied Rechtsverteidiger Christian Schwegler.

Die Salzburger starteten engagiert. Einen Freistoß von Josip Radosevic lenkte Altach-Keeper Martin Kobras an die Querlatte (3.), den folgenden Kopfball setzte Andre Wisdom knapp daneben (4.). Bei einem Seitfallzieher von Valon Berisha (7.) war Kobras ebenso auf dem Posten wie bei einem Kopfball des völlig frei stehenden Stefan Stangl (15.).

Just nach einer Phase, in der Salzburgs Reservisten etwas nachgelassen hatten, fiel der einzige Treffer: Eine Freistoßflanke von Berisha verfehlte Igor per Kopf, der kurz zuvor für den angeschlagenen Hannes Aigner eingewechselte Zivotic bugsierte den Ball aber mit dem Fuß ins eigene Netz. Einzige Altach-Chance war ein Freistoß von Nikola Dovedan neben das Tor (45.+2).

Nach Seitenwechsel gab Dimitri Oberlin sein Comeback nach zwei Monaten Pause wegen eines Muskelbündelrisses – ausgerechnet gegen den Klub, den er im Herbst zur Tabellenführung geschossen hatte. Ohne den Schweizer holte Altach im Frühjahr in 16 Spielen zwei Siege. In den letzten zehn Runden blieb der Ligavierte ohne Erfolg.

Unter dem nach der Scherb-Entlassung erneut zum Interimscoach aufgestiegenen Werner Grabher setzte Altach aber auch in Rückstand kaum Akzente nach vorne. Die Vorarlberger standen tief und machten Salzburg das Leben schwer. Die beste Szene nach der Pause verstolperte Oberlin, der den Ball nach Pass von Takumi Minamino nicht an Kobras vorbeibrachte (83.).

Salzburg blieb auch im zehnten Heimspiel in Folge ungeschlagen, 47 Punkte in der Rückrunde bedeuten Ligarekord. (APA, red, 28.5.2017)

Bundesliga, 36. Runde, Sonntag

Red Bull Salzburg – SCR Altach 1:0 (1:0)
Red-Bull-Arena, 9.500 Zuschauer, SR Lechner

Tor: 1:0 (38.) Zivotic (Eigentor)

Salzburg: Walke – Schwegler (91. Lazaro), Wisdom, Igor, Stangl – Lainer, Ch. Leitgeb (58. Oberlin), Radosevic, V. Berisha (73. Haidara) – Wolf, Minamino

Altach: Kobras – Sakic, Zech, Jäger, Schreiner – Müller (91. Nussbaumer), Netzer – Ngamaleu, Ngwat-Mahop, Dovedan (72. D. Luxbacher) – Aigner (34. Zivotic)

Gelbe Karten: Wisdom bzw. Netzer, Sakic, Ngwat-Mahop

Stimmen

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Am meisten stolz macht mich die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt – und die Entwicklung der meisten Spieler. Beeindruckend ist auch, wie sie dafür arbeiten. Sie kämpfen bis zur letzten Minute. Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft weiter diese Qualität hält. Wir wollen auch den Cup holen. Das Ziel ist das Double."

Alexander Walke (Salzburg-Kapitän): "Wir werden jetzt mit Maß und Ziel feiern, aber schon mit einem Auge auf Donnerstag. Denn wir wollen die Spannung hochhalten und das Double gewinnen. Das Frühjahr war herausragend. Es war eine harte und geile Saison."

Konrad Laimer (Salzburg-Mittelfeldspieler/Bundesliga-Spieler der Saison): "Trotz Neun-Punkte-Rückstand im Herbst haben wir das souverän hinbekommen. Da gibt es fast nichts zu beschreiben. Es war ein beeindruckendes Frühjahr. Dass ich zum Spieler der Saison gewählt wurde, ist für mich eine großartige Anerkennung meiner Leistung. Mit dem Cupfinale wartet noch ein richtig geiles Spiel auf uns. Wir werden sicher mehr als 100 Prozent geben."

Christian Schwegler (Salzburg-Verteidiger/wurde verabschiedet): "Es war ein sehr schöner und emotionaler Moment für mich. Viermal hintereinander die Meisterschaft, das ist einzigartig. Aber für Red Bull als besten Verein in Österreich wird der Meistertitel immer als Ziel vorausgesetzt."

Stefan Lainer (Salzburg-Außenspieler): "Die 81 Punkte sind unglaublich. Die können uns schon sehr zufriedenstellen."

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