Ermittlungen gegen Banken in Causa Alpine eingestellt

28. Mai 2017, 16:50
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Staatsanwaltschaft: Banken wussten bei Anleihen-Emission nichts von der Schieflage des Baukonzerns

Wien – Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Banken wegen Emissionen von Alpine-Anleihen in den drei Jahren vor der Pleite eingestellt. Das berichtet "Die Presse" am Sonntagnachmittag online.

Tausende Anleger, die in den drei Jahren vor der Alpine-Pleite im Juni 2013 Anleihen des Baukonzerns gezeichnet hatten, hatten Millionenklagen gegen die Emissionsbanken eingebracht. Die Anleger hatten den Verdacht, dass die Banken von der wirtschaftlichen Schieflage des Baukonzerns wussten. Für die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat sich dieser Verdacht jedoch nicht erhärtet, darum hat sie die Ermittlungen gegen die Banken eingestellt.

Zahlungen verweigert

Damit hätten sich die Chancen der Banken verbessert, mit ihren eigenen Klagen gegen die Republik Österreich durchzukommen, schreibt "Die Presse". Die Banken hätten im November 2013 die Republik auf Zahlung von 71,5 Millionen Euro (plus 8 Prozent Zinsen jährlich) geklagt – mit diesem Betrag hatte die Republik für Kredite der Banken an die Alpine gehaftet. Doch die Finanzprokuratur als Anwalt des Bundes verweigerte die Zahlung bisher eben mit dem Argument, dass die Banken um die Schieflage des Baukonzerns gewusst hätten. (APA, 28.5.2017)

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