Opposition: Über 100 Tote bei Luftangriffen in Syrien

26. Mai 2017, 17:32
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Beobachtungsstelle: Über 40 Kinder getötet – Hochkommissar für Menschenrechte fordert bessere Vorbereitung

Beirut/Genf – In Syrien sind nach Angaben der Opposition bei Luftangriffen seit Donnerstagabend über 100 Menschen getötet worden, darunter Kinder und andere Familienangehörige von Islamisten. Die Angriffe habe die von den USA geführte Anti-IS-Koalition geflogen, berichtete die in England ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag.

Die Vereinten Nationen forderten die Streitkräfte der Kriegsparteien auf, ihre Ziele sorgfältiger auszusuchen. Die zunehmende Zahl getöteter und verletzter Zivilisten "deutet darauf hin, dass die Angriffe unzureichend vorbereitet gewesen sein könnten", sagte der Hochkommissar für Menschenrechte, Seid al-Hussein. Er verwies auf die jüngsten Angriffe gegen Ziele der Extremistenmiliz Islamischer Staat in Deir al-Sor und Rakka. Dabei waren insgesamt mindestens 80 Zivilisten ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle galten die Luftangriffe vom Donnerstag der vom IS gehaltenen Stadt Al-Majadin. Demnach wurden dabei über 40 Kinder getötet. Es seien viele aus der IS-Hochburg Rakka geflüchtete Menschen in Al-Majadin gewesen. Ein Sprecher der Anti-IS-Allianz erklärte, Flugzeuge des Bündnisses hätten dort Ziele bombardiert. Die Ergebnisse würden ausgewertet. Man versuche, zivile Opfer zu vermeiden und überprüfe entsprechende Berichte. (Reuters, 26.5.2017)

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